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Reichtum der Natur: Die EICHE und deren Heilkraft

Die Eiche gilt in Deutschland als der König der Bäume, was auch durch das langlebige, stabile Holz gerechtfertigt ist. Die Eicheln, die im Herbst heranreifen, schmecken zwar bitter, aber durch ausgiebiges Wässern kann man die Bitterstoffe entfernen und die getrockneten Früchte zu Mehl verarbeiten, was so manche Hungersnot gelindert hat. Auch als Kaffeeersatz eignen sich die Eicheln, wenn man sie röstet und mahlt.

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Die Rinde der Eiche wirkt stark zusammenziehend, was sie zu einem wertvollen Heilmittel bei Blutungen und Entzündungen macht. Sie wird vor allem äußerlich als Bad oder Umschlag angewendet.

Die Gattung der Eichen umfasst bis zu 600 verschiedene Arten, von denen wir in Europa am häufigsten die Stieleichen, Traubeneichen und Roteichen antreffen. Im Herbst fallen ihre Nüsse zu Boden, dann macht es besonders viel Spaß, mit den Kindern im Wald Eicheln zu sammeln, zum Basteln von Spielzeug oder für den Förster zum Füttern der Wildtiere im Winter.

Aber nicht nur für Kinder ist die Eiche von Interesse. Schon früher wurden in Zeiten der Not und des Mangels Kaffeeersatz und Mehl aus Eicheln gewonnen. Zwar sind diese Anwendungen heute fast in Vergessenheit geraten, wir können sie jedoch auch heute noch nutzen und damit Geld sparen und die Umwelt schonen.

  • Um von der Eiche beim Kochen oder zur Heilung Gebrauch zu machen, müssen alle Pflanzenteile einschließlich der Eicheln sehr gründlich und ausgiebig ausgewaschen werden, weil enthaltene Bestandteile wie Tannine oder Aldehyde allergische Reaktionen hervorrufen können. Die Pflanzenteile werden dazu mehrmals hintereinander für mehrere Stunden im Wasserbad eingeweicht, bis sich das Einweichwasser kaum noch einfärbt.

Hinweise zur Giftigkeit

Aufgrund der hohen Konzentration von Gerbstoffen gelten alle Teile der Eiche, besonders unreife Eicheln, als giftig. Die Tannine und Aldehyde im Eichenholz können beim Einatmen allergische Reaktionen (Rhinitis, Asthma) hervorrufen.

Reife Eicheln sind erst nach ausgiebiger Entbitterung verwendbar. Dafür müssen sie mehrfach intensiv und lange gewaschen werden.

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Warnungen

Nicht in der Schwangerschaft oder Stillzeit verwenden!

Eichenrinde niemals länger als zwei Wochen anwenden, da sie eine stark austrocknende Wirkung auf die Haut hat. Durch die enthaltenen Gerbstoffe können die Bestandteile der Eiche bei Überdosierung reizend auf den Darmtrakt wirken und außerdem Nieren und Leber schädigen.

Besondere Inhaltsstoffe

Flavonoide, Gerbstoffe, Kohlenhydrate, Proteine

Eigenschaften

antibakteriell, blutstillend, entzündungs­­hemmend, zusammenziehend

Hilft bei:

Abszesse,

Afterjucken,

Augenlidentzündungen,

Blasenentzündungen,

Blutzucker,

Brandwunden,

Darmschleimhautentzündungen,

Dekubitus,

Diabetes,

Druckgeschwüre,

Durchfall,

Ekzeme,

Frostbeulen,

Furunkel,

Fußpilz,

Fußschweiß,

Geschwüre,

Halsschmerzen,

Hämorrhoiden,

Hautentzündungen,

Krampfadern,

Magengeschwüre,

Mundschleimhautentzündungen,

Wunden,

Zahnfleischbluten

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Anwendungen

Eicheln enthalten viele Proteine, Flavonoide, Gerbstoffe und Kohlenhydrate. Mit diesen Wirkstoffen können sie innerlich bei schweren chronischen Entzündungen des Magen-Darm-Trakts lindernd wirken und äußerlich die Heilung nässender Ekzeme oder Entzündungen positiv beeinflussen.

In der Ernährung

Verschiedene Teile der Eiche können verzehrt werden, allerdings gilt es, behutsam vorzugehen, da in den Eicheln und reiferen Blättern viele Gerbstoffe enthalten sind.

Junge Blätter und Blüten, die gerade erst aus den Knospen treten, enthalten kaum Gerbstoffe und können gegessen werden.

Um die Kräfte der Eicheln zu nutzen, ist gründliches Auswaschen unbedingt erforderlich. Danach kannst du aus Eicheln einen Kaffeeersatz und sogar Mehl herstellen.

Heilende Anwendungen

Eichenrindentee ist in der Apotheke oder online erhältlich, man kann ihn aber auch leicht selbst herstellen. 

Bei Magenbeschwerden wie Durchfall oder Geschwüren kann Eichenrinden-Tee zur Linderung beitragen, da er eine zusammenziehende Wirkung hat.

Gurgeln mit Eichenrinden-Aufguss verschafft Linderung bei kleinen Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Gesammelt wird die frische Eichenrinde im Frühjahr.


 

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Zubereitung – Eichenrinden-Tee:

Zwei bis drei TL getrocknete und pulverisierte Eichenrinde mit 250 ml kaltem Wasser vermischen und das Wasser zusammen mit der Rinde aufkochen lassen. Den Tee drei bis fünf Minuten kochen lassen, abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Von diesem Tee kannst du maximal zwei Tassen täglich trinken und solltest ihn nicht länger als zwei Wochen lang anwenden.


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Eichenrinden-Umschlag

Ein Umschlag mit Eichenrinde wirkt lindernd bei Ekzemen und anderen Hautirritationen.

Den Umschlag stellst man folgendermaßen her:

  1. Zwei Esslöffel zerkleinerte Eichenrinde mit einem halben Liter Wasser 15 Minuten lang abkochen, dann die Flüssigkeit durchsieben.
  2. Ein Tuch (z.B. aus Leinen), einen Waschlappen oder eine Mullkompresse mit der Flüssigkeit tränken, sodass das Material gut durchfeuchtet, aber nicht nass ist. Gegebenfalls auswringen.
  3. Den Umschlag auf die betroffene Stelle drücken, bis der Stoff warm wird.

Diese Prozedur kann nach Bedarf bis zu dreimal wiederholt werden.

Stelle den Sud jeden Tag neu her, da er nur frisch verwendet werden sollte. Nach wenigen Tagen sollte das Ekzem abgeheilt sein.


Erkennung und Sammeltipps

Die in Europa am meisten verbreiteten Eichen sind die Stiel-, Trauben- und Roteiche. Daneben gibt es ca. 600 weitere Eichenarten, deren gemeinsames, charakteristisches Kennzeichen die längsgeschnittenen, an den Seiten mehrmals eingekerbten Blätter sind. Die bekannten Nussfrüchte tragen einen braunen “Hut” und sind grünlich bis bräunlich.

 

Am besten sammelst du Eicheln im September und Oktober, wenn sie gemeinsam mit den Blättern vom Baum fallen. Junge Eichenrinde wird im März und April gesammelt, dafür eignen sich am besten die noch jungen Äste kleinerer Bäume.

Die Eiche wird bis zu 40 Meter hoch. Ihre Rinde ist in jungen Jahren glatt und eher bräunlich, in späteren Jahren wird sie rissig und gräulich.

über Reichtum der Natur: Die EICHE und deren Heilkraft — Liebe – Isst – Leben

 

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