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Die Süßlupine – Top oder Flop?

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In der Lupine steckt ein hochwertiges basisches Eiweiss. Das Lupineneiweiss enhält alle acht essentiellen Aminosäuren, die der Mensch benötigt. Das Lupineneiweiss ist ein basisches Eiweiss, da es nahezu frei von harnsäurebildenden Purinen ist. Lupinenmehl ist vielseitig einsetzbar. Es kann als Proteindrink getrunken oder aber auch ganz einfach in viele Back-Rezepte integriert werden. Auf diese Weise können Sie den Kohlenhydratgehalt dieser Rezepturen senken und deren Proteingehalt erhöhen.

Bildergebnis für Lupinen

Lupinenmehl – Zur Deckung des Eiweissbedarfs

Der menschliche Körper besteht zu 17 Prozent aus Eiweissen. Somit ist der Anteil an Eiweissen in unserem Körper weitaus grösser als der jeder anderen Substanz (mit Ausnahme von Wasser).

Eiweisse sorgen für schönes Haar, für straffe und zarte Haut, für starke Muskeln und da aus Eiweissen auch Antikörper hergestellt werden, für ein leistungsfähiges Immunsystem. Auch viele Hormone und körpereigene Enzyme bestehen vorwiegend aus Eiweissen.

Da Eiweisse darüber hinaus die Baustoffe einer jeden einzelnen Zelle sind, gibt es im Körper keine einzige Struktur, die nicht in irgendeiner Form aus Eiweissen bestehen würde.

Der menschliche Organismus ist folglich auf eine hochwertige Eiweissversorgung angewiesen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nun wahllos und in übergrossen Mengen eiweissreiche Lebensmittel essen müssten.

Stattdessen sollte die Auswahl der eiweissreichen Lebensmittel sehr sorgfältig geschehen.

Lupinenmehl – Hervorragende Eiweissquelle

Die Lupine beispielsweise ist eine hervorragende Eiweissquelle. Ihr Kohlenhydrat- und Fettanteil ist mit jeweils 3,3 Prozent sehr niedrig.

Ihr Proteingehalt hingegen ist mit stolzen 18 Prozent (18 Gramm pro 100 Gramm verzehrbarer Anteil) sehr hoch, so dass die Lupine bereits ein sehr eiweissreiches Lebensmittel darstellt.

Das Mehl der Lupine ist aufgrund der höheren Konzentration mit 32 bis 41 Prozent Eiweiss (abhängig von der Lupinensorte bzw. Hersteller) noch weit eiweissreicher.

Lupinenmehl – Basisches Eiweiss

Trotz seines hohen Eiweissgehaltes handelt es sich beim Lupineneiweiss um ein basisches Eiweiss, da es – im Vergleich zu tierischen Eiweissquellen und zu anderen Hülsenfrüchten – äusserst arm an Harnsäure produzierenden Purinen ist.

Infolgedessen kann das Lupinenmehl auch die purinarme Ernährungsweise bei rheumatischen Erkrankungen ergänzen.

Lupinenmehl – Ein Eiweiss mit hoher biologischer Wertigkeit

Lupinenmehl liefert alle essentiellen Aminosäuren, die der Mensch mit der Nahrung aufnehmen muss.

Das Lupineneiweiss weist ausserdem annähernd dieselbe hohe biologische Wertigkeit auf wie das Sojaprotein – allerdings ohne gentechnisch manipuliert zu sein und ohne die übrigen Nachteile der Sojabohne mit sich zu bringen.

Besonders hervorzuheben ist ferner die Tatsache, dass das Lupinenmehl auch reichlich jener Aminosäuren (Lysin und Tryptophan) enthält, die im Getreide nur spärlich enthalten sind. Daher ergänzt die Lupine ganz hervorragend Rezepturen aus Getreide und kann deren biologische Wertigkeit enorm erhöhen.

Dazu werden in der Rezeptur (z. B. von Brot, Kuchen, Plätzchen, Keksen, Pfannkuchen, Waffeln etc.) einfach 15 Prozent der Mehlmenge mit Lupinenmehl ersetzt. Die Vorteile sind enorm: Der Kohlenhydratgehalt der entsprechenden Mahlzeit sinkt und die Eiweissqualität steigt.

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Lupinenmehl – hoher Eisenanteil

Die Lupine ist jedoch nicht nur eiweissreich, sondern auch besonders eisenhaltig. Sie liefert das besonders leicht resorbierbare zweiwertige Eisen, das rasch vom Körper aufgenommen, für die Hämoglobinherstellung verwertet werden und damit zur Verbesserung der Blutqualität beitragen kann.

Lupinenmehl ist cholesterinfrei

Im Gegensatz zu tierischen Eiweissquellen ist das Lupinenmehl gänzlich cholesterinfrei. Stattdessen verfügt es über einen sehr hohen Anteil an gesunden ungesättigten Fettsäuren (fast 85 Prozent der Gesamtfettsäuremenge) und ist daher sehr gut für Menschen geeignet, deren Blutfettwerte zu hoch sind.

Lupinenmehl ist reich an Antioxidantien

Die Lupine ist ferner reich an Beta-Carotin und Vitamin E. Lupinenmehl reduziert daher mit der antioxidativen Kraft dieser Vitalstoffe oxidativen Stress und eliminiert freie Radikale.

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Lupinenmehl – Natürliches Eiweiss

Das Lupinenmehl ist also ein zuverlässiger und gesunder Eiweisslieferant. Es eignet sich sowohl für die cholesterinarme, die purinarme als auch für die basische Ernährung.

Das Lupinenmehl passt ausserdem in die kohlenhydratreduzierte (low carb) und schlanke Küche und daher besonders gut zu jeder gesundheitsbewussten Ernährungsweise.

Lupinenmehl aus Europa

Während wir zur Versorgung mit Sojaprotein die Sojabohnen aus tropischen Regionen importieren müssen, ist der Anbau der Lupine in Deutschland, Österreich und der Schweiz problemlos möglich.

Die Pflanze ist anspruchslos und gedeiht auch auf sandigen und trockenen Böden. Das Lupineneiweiss ist folglich ein regionales pflanzliches Eiweiss, für das keine Importe aus den Entwicklungsländern nötig sind.

Lupinenmehl – Echt ökologisch

Da Lupinen sehr gut auf ungedüngtem Boden wachsen, eignen sie sich ganz besonders gut für eine ökologische Anbauweise.

Die Lupine lockert sogar den Boden und reichert ihn mit Stickstoff an, so dass nachfolgende Kulturen einerseits besser wachsen und andererseits weniger gedüngt werden müssen. Die Lupine ist daher schon seit vielen Jahren ein wichtiger Helfer in der biologischen Landwirtschaft.

Lupinenmehl – Die Herstellung

Für die Herstellung des Lupinenmehls werden die Lupinenkerne zunächst gepresst. Die entstehenden Flocken werden anschliessend eingeweicht, damit sich das Eiweiss aus den Strukturen der Fasern löst.

Wird die Flüssigkeit dann erhitzt und verdampft, bleibt das hochwertige Eiweiss zurück – das Lupinenmehl.

Lupinenmehl – Was macht man damit?

  • Lupinenmehl kann in Getränke gerührt und als Eiweissshake genossen werden.
  • Lupinenmehl kann aber auch zum Backen verwendet werden. Wie oben erwähnt, ersetzt man mit dem Lupinenmehl bis zu 15 Prozent der Gesamtmehlmenge von Rezepten aller Art. Brot- und Kuchenteige werden mit Lupinenmehl lockerer und fluffiger.
  • Lupinenmehl eignet sich auch als Ei-Ersatz.
  • Lupinenmehl kann in Rezepten, in denen Sojamehl enthalten ist, das Sojamehl ersetzen.

Lupine und Allergien

Die Lupine kann – wie fast jedes eiweissreiche Lebensmittel (Milch, Weizen, Soja etc.)- bei besonders empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen, weshalb diese Personengruppe (wenn noch nie Lupinenprodukte gegessen wurden) zunächst nur mit kleinen Mengen die Verträglichkeit der Lupine testen sollte.

Die Lupine enthält beispielsweise bestimmte Eiweisse, die den Eiweissen von Erdnüssen ähneln. Erdnuss-Allergiker sollten daher den Verzehr von Lupinenprodukten besser meiden, da es zu einer Kreuzallergie kommen könnte.

Tests haben jedoch ergeben, dass die Lupine und ihr Eiweiss über kein höheres Allergiepotential verfügen als andere Hülsenfrüchte wie z. B. Erdnüsse, Erbsen oder Sojabohnen.

Eiweisstabletten und Eiweisstabs

Für eine einfache Eiweisseinnahme bieten sich die Eiweisstabletten, hergestellt aus 95% BIO-Lupine und 5 % BIO-Kartoffelstärke, an.

Chemical Score

Aminosäuren pro 100g Referenzprotein FAO-WHO Lupine
Methionin-Cystein: 3,5g 2,7g
Lysin: 5,5g 5,8g
Threonin: 4,0g 3,9g
Tryptophan: 1,0g 1,2g
Valin: 5,0g 4,0g
Isoleucin: 4,0g 3,7g
Leucin: 7,0g 6,8g
Phenylalanin + Tyrosin: 6,0g 8,0g

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/lupine.html

Produkte sind z.Bsp. hier erhältlich:

Schlaue Bohne

Vera Sohmer | Ausgabe_07/08_2016

Lupinen sind nicht nur prächtige Gartenpflanzen, aus ihren Samen lassen sich auch hochwertige Nahrungsmittel herstellen – und sie wachsen auf heimischen Feldern.

Lupinen kennt man als mehrjährige, kraftstrotzende und kerzengerade, farbenfrohe Zierpflanze aus heimischen Gärten. Auch ihre einjährigen Verwandten mit zart lila, leuchtend weissen und intensiv blauen Blütenständen sind eine Augenweide – sie stehen auf einem Feld bei Rümikon im Kanton Aargau. Doch hier wachsen die prächtigen Blumen als Nutzpflanzen.

Was kaum bekannt ist, möchte das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) ins Bewusstsein bringen: Lupinen sind wertvolle Eiweisslieferanten. Das Rümikoner Versuchsfeld soll zeigen, dass die Schweiz ihren Anteil an heimisch produziertem, pflanzlichem Eiweiss steigern könnte. Und das aus gutem Grund: Selbst die hiesige Biobranche deckt nur elf Prozent ihres Eisweissbedarfs aus eigenem Anbau. 89 Prozent werden in Form von Soja überwiegend aus China importiert.

Wertvoller Fleischersatz. «Lupinen haben noch viel Potenzial», sagt FiBL-Pflanzenforscherin Christine Arncken. Als Lebensmittel für Menschen und auch als Tierfutter. Genutzt werden hierfür die Samen der Süsslupine. Sie enthält, im Gegensatz zur bekannten Gartenblume, keine giftigen Bitterstoffe und wird als Gesundheitswunder gepriesen: reich an essenziellen Aminosäuren, ungesättigten Fettsäuren sowie den Mineralstoffen Kalzium, Eisen und Magnesium. Ausserdem sind Lupinen reich an Ballaststoffen und enthalten, anders als die eiweissreichen Erbsen, keine Stärke. Wissenschaftliche Studien hätten zudem gezeigt, dass Lupinen die Insulinausschüttung fördern und dadurch antidiabetisch wirken, so Arncken.

Ausserdem sind die Samen frei von Purinen. Im Organismus werden diese Substanzen zu Harnsäure abgebaut, was bei grossen Mengen zu Gelenkbeschwerden wie Gicht führen kann. Und wer unter Zöliakie, Glutenunverträglichkeit, leidet, kann Lupinenmehl verwenden. «Es ist von Natur aus glutenfrei», sagt Stefan Rot, Geschäftsführer Müller Reformhaus Vital Shop. Das Mehl bietet weitere Vorzüge, die inzwischen auch Lebensmittelhersteller zu schätzen wissen. Der hohe Ölanteil bindet den Teig gut; beim Backen kann man deshalb auf Eier verzichten. Das Mehl hat zudem viele Antioxidanzien, was die Backwaren länger haltbar macht.

Stefan Rots Beobachtungen nach sind Lupinenprodukte bei jenen Kunden beliebt, die gerne Neues ausprobieren und Abwechslung suchen. Und die darauf achten, unter welchen Bedingungen die Pflanzen angebaut wurden. «Bei Lupinen werden noch keine gentechnisch veränderten Saaten verwendet», sagt Stefan Rot. In gut sortierten Bioläden oder Reformhäusern finden Konsumenten inzwischen eine ganze Reihe von Produkten auf Lupinenbasis: neben Mehl, Kaffeeersatz aus gerösteten und gemahlenen Samen. Zudem gibt es Bratlinge und Brotaufstriche, Geschnetzeltes, Grillwürstchen oder Gyros. Die Fertigprodukte können eine Alternative sein, wenn jemand Soja schlecht verträgt, nicht mag oder aus anderen Gründen auf Soja verzichten will. Der Grundstoff für diese Produktpalette ist meistens Lopino, eine tofuähnliche Masse aus den Lupinensamen. Sie lässt sich auch pur kaufen und nach dem eigenen Gusto zubereiten – mariniert, grilliert, überbacken, als Beilage oder Hauptmahlzeit.

Auch eine politische Bohne. Obschon es sich bei den Lupinen um eine uralte Kulturpflanze handelt, wurden sie als Lebensmittel lange Zeit vergessen. Die alten Ägypter gaben den Pharaonen Lupinensamen mit ins Grab, und in Südamerika waren die Hülsenfrüchte von jeher wichtige Eiweisslieferanten. Dass die Pflanze jetzt eine Renaissance erlebt, hängt mitunter auch mit einer hochaktuellen Frage zusammen: Wie soll die ständig wachsende Weltbevölkerung satt werden? Hülsenfrüchte, heisst es in einer Erklärung der Vereinten Nationen, seien für die weltweite Ernährungssicherheit wichtig; nämlich als erschwingliche Alternative zu tierischem Eiweiss. Hülsenfrüchte sind ein ideales Grundnahrungsmittel, um auch Menschen in armen Ländern zu sättigen. Dennoch würden diese pflanzlichen Quellen unzureichend geschätzt. Für die UNO Grund genug, 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte zu erklären.

Spezielles Aroma weggezüchtet. Der Lupine zu einer gewissen Popularität verholfen hat auch der noch amtierende deutsche Bundespräsident Joachim Gauck. Er zeichnete im November 2014 drei Wissenschaftler des Fraunhofer-Institutes mit dem renommierten Deutschen Zukunftspreis aus. Der Verdienst des Trios: Es entwickelte eine Methode, um das unvorteilhafte Eigenaroma der Lupinensamen, das als grasig und bohnig beschrieben wird, zu entfernen. Aus dem isolierten und geschmacksneutralen Protein soll sich dereinst praktisch alles herstellen lassen: Milch, Käse, Joghurt, Pudding. Es kann aber ebenso als Grundlage für Kuchen, Mayonnaise, Leberwurst oder Nudeln dienen. Einen Praxistest gab es bereits mit einem milchfreien Speiseeis. Laut Forscher Peter Eisner hat das Protein weitere Vorteile. Es mache Lebensmittel gehaltvoller und gesünder. Dies könne beispielsweise dazu beitragen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken.

Wem das nun alles zu technisch vorkommt, der kostet die gelbe Bohne am besten einfach einmal pur – so wie man sie im Mittelmeerraum als Apérosnack kennt. Zu kaufen sind die in Salzlake eingelegten Bohnen auf Gemüsemärkten, in Spezialitätengeschäften und in auch in grösseren Supermärkten.

Quelle: http://www.natuerlich-online.ch/magazin/artikel/schlaue-bohne/

 

Bemerkung meinerseits:

Mal sehen, wie sich das mit den „Lupinen“ entwickelt. Die Sojabohne war ganz ursprünglich vermutlich auch einmal „gesund“ – bevor der Mensch seine Finger mit im Spiel hatte. Immerhin wurden schon einmal die Bitterstoffe aus den Lupinen entfernt, damit sie besser vermarktet werden kann – ist das jetzt gut oder schlecht? Bildet Euch Eure eigene Meinung und wenn Ihr interessante Informationen findet, würde ich mich über Euren Kommentar freuen.

Seid ganz lieb gegrüßt

Freija

Über Lichterschein.com (1359 Beiträge)
https://lichterschein.com/lichterschein-was-will-der-denn/

2 Kommentare zu Die Süßlupine – Top oder Flop?

  1. Hallo Freya, habe in der Zwischenzeit auch ein bissl geschaut nach Lupinenprodukten…..kann mich entsinnen dass es in den Anfängen Lupinenquark wie Tofu gab, habe jetzt nur diese Seite gefunden zum online bestellen und werde demnächst mal die Bioläden hier abklappern und mich dann mit dem Lupinenrührei mal versuchen….. 😉

    https://www.veganbasics.de/lebensmittel/nach-produkten/vegane-basics/lupinenprodukte

    Gefällt 1 Person

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