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Senken Sie Ihr Darmkrebs-Risiko! Mit diesen einfachen Maßnahmen vorbeugen…

Ein Beitrag von Alpenschau

Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung nach Prostata- und Brustkrebs.

Wissenschaftler wiesen nach, dass das Darmkrebs-Risiko einerseits mit Sonnenschein und andererseits mit bestimmten Lebensmitteln reduziert werden kann

Je höher der durch UV-Strahlung gebildete Vitamin-D-Spiegel im Blut steigt, umso geringer ist das Darmkrebs-Risiko. Isst man gleichzeitig beispielsweise Äpfel, Broccoli und Blumenkohl, senkt man das Darmkrebs-Risiko weiter, während zuckerhaltige und ballaststoffarme Nahrungsmittel das Darmkrebs-Risiko erhöhen können.

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Jedes Jahr erkranken weltweit etwa eine Million Menschen neu an Darmkrebs. In der Schweiz, Deutschland und Österreich ist der Darmkrebs nach dem Lungenkrebs bei Männern die zweithäufigste, bei Frauen nach Lungen- und Brustkrebs die dritthäufigste Krebstodesursache.

Dabei kann der Erkrankung mit relativ einfachen Maßnahmen vorgebeugt werden: Mit einer ganz bestimmten Ernährungs- und Lebensweise.

Kohl schützt vor Krebs, Zucker fördert Krebs

Die Ergebnisse einer neuen Untersuchung, die in der Fachzeitschrift Journal of the American Dietetic Association veröffentlicht wurde, bringen neue detaillierte Informationen darüber ans Licht, wie der Verzehr bestimmter Früchte und Gemüsesorten das Auftreten von Darmkrebserkrankungen verringern kann.

Nahrungsmittel wie Äpfel, Broccoli und Blumenkohl senken demnach das Darmkrebs-Risiko, während extrem zuckrige und ballaststoffarme Nahrungsmittel das Risiko für die Krankheit erhöhen.

Professor Lin Fitschi, PhD, die Leiterin der Epidemiology Group am Western Australian Institute for Medical Research und ihr Forscherteam entwickelten Analysemethoden, um die Auswirkungen einer gesunden Ernährung auf das Darmkrebs-Risiko in verschiedenen Regionen des Darms messen zu können.

Die kontrollierte Untersuchung umfasste 918 Teilnehmer mit einer Darmkrebs-Diagnose und 1021 Teilnehmer ohne Darmkrebs-Erkrankung. Alle Teilnehmer mussten umfangreiche Fragebögen mit allgemeinen Fragen sowie insbesondere mit Fragen zu ihrer Lebens- und Ernährungsweise ausfüllen.

Die Analyse der Daten zeigte, dass bestimmte Obst- und Gemüsesorten das Darmkrebs-Risiko in den unterschiedlichen Teilen des Verdauungstraktes auch unterschiedlich stark beeinflussten.

Essen Sie viel verschiedenes Gemüse

So fanden die Forscher heraus, dass die Reduzierung des Darmkrebs-Risikos im proximalen Dickdarm (proximal = in Richtung des Körperzentrums) mit dem Verzehr von Kohlsorten (Broccoli, Weisskohl, Blumenkohl, Rosenkohl) zusammenhängt.

Zusätzlich konnte nachgewiesen werden, dass sich das Darmkrebs-Risiko im distalen Dickdarm (distal = vom Körperzentrum entfernt) nicht nur durch den Verzehr von Gemüse sondern auch mit Hilfe von Früchten verringern lasse. Dabei hatten besonders Äpfel sowie dunkelgelb- bzw. orangefarbene Gemüsesorten einen signifikant vorbeugenden Einfluss.

Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass es wichtig sei, möglichst viele verschiedene und verschiedenfarbige Gemüse- und Obstsorten zu essen, um in den Genuss einer möglichst großen Bandbreite sekundärer Pflanzenstoffe zu gelangen.

Da vermutlich der Enzymreichtum in Gemüse und Obst an der vorbeugenden Wirkung dieser Lebensmittel ebenso beteiligt ist, sollten die Gemüse – wenn überhaupt – nur schonend erhitzt werden.

Darmkrebs-Risiko mit Vitamin D senken

Andere Forschungsergebnisse zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Spiegel im Blut und dem Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Die Fachzeitschrift International Journal of Cancer veröffentlichte eine Meta-Analyse6 über neun Studien, welche erwiesen hat, dass sich das Darmkrebs-Risiko dramatisch verringert, sobald die Blutkonzentration des Sonnenschein-Vitamins (Vitamin D) steigt.

Die gesammelten Daten der unter die Lupe genommenen Untersuchungen zeigten,dass die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken mit jedem Anstieg der Vitamin-D-Konzentration im Blut in Höhe von 10 ng/ml um 15 Prozent sinkt. Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, konnte übrigens beim selben Anstieg des Vitamin D-Spiegels um jeweils 11 Prozent verringert werden.

Die Forscher wiesen darauf hin, dass sie die biologisch aktive Form des Vitamin D namens Calciol (auch als Vitamin D3 bekannt) getestet hatten und nicht die weniger aktiven Vorformen (Vitamin D2). Das Vitamin D wurde unter Zuhilfenahme des genaueren Bluttests 25 (OH) Vitamin D getestet.

Vitamin D macht „krebsimmun“

Die Rolle von Vitamin D bei der Prävention von Krebserkrankungen ist bereits seit den frühen 40er Jahren im Gespräch, als Wissenschaftler entdeckten, dass die Krebsraten in Ländern in Äquatornähe geringer waren als in anderen Staaten.

Gleichzeitig glaubten die Forscher, dass das Sonnenlicht eine wichtige Rolle bei der „Krebsimmunität“ spiele. Mit der Zeit wurde der Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Produktion in der Haut und der Sonneneinstrahlung immer offensichtlicher – mittlerweile hat die Wissenschaft klar gezeigt, dass dieser wichtige Stoff die Integrität der DNS sicherstellen kann und damit krebsauslösende Mutationen verhindert.

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Vitamin D und Calcium senken gemeinsam das Krebsrisiko

Forschungsstudien der letzten Jahre liefern ferner Hinweise darauf, dass Vitamin-D-Blutwerte im Bereich von 50 bis 80 ng/ml mit einem signifikant geringeren Risiko auf jedwede Krebserkrankung in Verbindung zu bringen sind.

Die Fachzeitung The American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte eine Studie7, der zufolge Vitamin D (1100 IE/Tag = 27,5 Mikrogramm) in Verbindung mit Calcium (1400 bis 1500 mg am Tag) erheblich das Erkrankungsrisiko nicht nur an Darmkrebs, sondern an allen Krebsarten verringert – zumindest bei Frauen nach der Menopause.

Da die beiden Mikronährstoffe (Vitamin D und Calcium) synergetisch wirken, sich also gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken, sollte die Versorgung mit beiden sicher gestellt sein.

Bis zum Alter von 40 Jahren – so die Wissenschaftler – stelle die direkte Sonneneinstrahlung die beste Quelle für Vitamin D dar. Es lohnt sich also eindeutig, regelmäßig ins Freie zu gehen, um dort Sonne und damit Vitamin D zu tanken.

Allerdings nehme die Fähigkeit des Körpers, Vitamin D mit Hilfe des Sonnenlichts selbst herzustellen mit zunehmendem Alter ab, erklärten die Forscher. Daher könne eine diesbezügliche Nahrungsergänzung unter Umständen sinnvoll sein, besonders im Winter, wenn der Sonnenstand (zumindest in Mitteleuropa) viel zu niedrig ist, um die körpereigene Vitamin-D-Bildung zu fördern.

Spazierengehen schützt vor Darmkrebs

Man sollte  unbedingt jeden Tag an die frische Luft. Ideal wäre ein täglicher flotter Spaziergang von mindestens 30 Minuten. Noch besser wäre natürlich – falls es sich einrichten ließe – eine kleine Wanderung von ein bis zwei Stunden mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 6 Stundenkilometern.

Spazierengehen – so weiß man nämlich inzwischen – reduziert eindeutig nicht nur das Risiko für etliche chronische Erkrankungen, sondern auch von Brust- und Darmkrebs.

In der wissenschaftlichen Literatur ließ sich in einer Auswertung von über 100 epidemiologischen Studien deutlich erkennen, dass regelmäßige körperliche Bewegung die Gefahr von bestimmten Krebsarten signifikant reduzieren kann.Sportlich aktive Männer und Frauen weisen demnach ein um 30 bis 40 Prozent niedrigeres Darmkrebsrisiko auf als Menschen, die sich nur ungern bewegen.

Um in die Schutzwirkung durch Bewegung zu gelangen, sollte man sich mit mehr als 4.5 METs bewegen. MET steht für „Metabolisches Äquivalent“ (engl. metabolic equivalent of task) und dient dazu, den Energieverbrauch verschiedener Aktivitäten miteinander zu vergleichen, wobei 1 MET dem Energieverbrauch von 1 kcal pro Kilogramm Körpergewicht und pro Stunde entspricht.

Das normale Gehen im Haushalt verbraucht beispielsweise nur 2 MET und genügt daher zur Krebsvorbeugung nicht. Läuft man zur Arbeit, so geht man deutlich zügiger und verbraucht 4 MET. Ist man hingegen mit einer Geschwindigkeit von 6 Stundenkilometern unterwegs, ist die für den Krebsschutz erforderliche MET-Zahl erreicht und liegt bei 5 MET.

Folglich lässt sich mit Hilfe einer Ernährung aus reichlich Obst und Gemüse sowie täglichen ausgiebigen Aufenthalten im Freien mit flotten Spaziergängen ein stabiler Schutzschild gegen den Darmkrebs errichten.

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