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Rätselhaftes Verschwinden

https://bumibahagia.com/2017/05/19/raetselhaftes-verschwinden/

Es gibt viele Dinge, die sich unsere Schulweisheit nicht erklären kann. Und diese betreffen nicht immer nur weit entfernt Gewesenes. Auch in jüngerer Vergangenheit gab es Vorkommnisse, die mit den Modellen der gängigen Theoerien und Hypothesen nicht in Übereinstimmung zu bringen sind.
Gut, wenn es Einzelne betrifft, dann kann man die für „zeitweilig nicht ganz zurechnungsfähig“ erklären und in „geschlossenen Anstalten“ unterbringen.
Was aber, wenn ganze Schiffe samt Besatzung zeitweilig verschwinden – und viel später wieder auftauchen? Alles nur „Seemannsgarn“?
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 18. Mai 2017
——————————

Das Rätselhafte Verschwinden des Frachters „Milena“

Im Juli 1983 verließ der Frachter „Milena“ den ceylonesischen Hafen Colombo mit Kurs auf Bombay. Am Zielort kam das Schiff aber erst im Oktober an. Für die Strecke von einigen hundert Meilen brauchten die Seeleute ganze 4 Monate. Obwohl, wenn man die Aufzeichnungen der Schiffstechnik kontrolliert, wurde nicht eine einzige überflüssige Meile zurückgelegt.
Aber die unterwegs mit dem Schiff geschehenen Ereignisse klingen recht unwahrscheinlich.

7 Stunden lang trat das Schiff regelmäßig in Funkverbindung, dann verschwand es für einige Monate. Die verschollenen Seeleute wurden mit allen Kräften des Küstenschutzes und Flugzeugen gesucht. Aber die „Milena“ war, wie man so sagt, „wie von der See verschluckt“. Das Schiff wurde als gesunken angesehen.
Inzwischen entwickelten sich die Ereignisse an Bord der „Milena“ folgendermaßen: am 12. Juli geriet der Frachter in einen wilden Sturm, der mit mächtigen Blitzentladungen einherging. Der Sturm hörte so unvermittelt auf, wie er begonnen hatte, das Meer beruhigte sich und am Himmel zeigte sich die Sonne.
Weiter begannen erstaunliche Ereignisse, über die im Logbuch folgende Niederschrift existiert: „12. Juli 1983 um 14 Uhr 08 Minuten wurde das Schiff nach dem Austreten aus einem Wirbelsturm von einem Zweimaster-Segelschiff unbekannter Staatszugehörigkeit angegriffen. Der Angriff wurde mit Bordmitteln abgeschlagen und mit Hilfe eines an Bord befindlichen „Thomson“-Sturmgewehres. Einer der Angreifer starb. Danach folgten wir weiter dem vorgegebenen Kurs.“
Die Seeleute selbst erzählten später, daß die Angreifer in antike Piratenkostüme gekleidet waren und lauthals in einer unbekannten Sprache herumschrien. Der erledigte Pirat sah exotisch aus: er trug Pluderhosen, umschlungen mit einem breiten Gürtel und eine Weste aus Ziegenleder. Am Gürtel steckte ein breites Messer. Er war unrasiert und anscheinend kannte er weder Seife noch Zahnbürste.
Sobald der Kapitän William Tucker den Befehl gegeben hatte, die Leiche im Schiffsgefrierschrank unterzubringen und die Bekleidung und das Messer im Schiffstresor, erhob sich erneut ein heftiger Sturm. Nachdem dieser sich beruhigt hatte, nahm der Bordingenieur Funkverbindung mit dem Ausgangshafen Bombay auf, wurde allerdings mit er Antwort schockiert: „Was, ihr seid wieder da? Und lebt?“

Der Mannschaft wurde mitgeteilt, daß jetzt Oktober sei und daß sie als tot galten.
Worauf diese antwortete, daß sie „genau auf Kurs geblieben waren und nichtmal 5 Minuten gestoppt hätten“.
Nach den Ankunft im Hafen wurde eine sorgfältige Untersuchung der Ereignisse durchgeführt. Es stellte sich heraus, daß die transportierte Ware – Ceylontee – stark an Qualität verloren hatte, als ob sie einige Monate unterwegs gewesen wäre.

 

Ungeachtet dessen, daß die Leiche des Piraten spurlos veschwunden blieb, waren seine Sachen unversehrt und deren Untersuchung ergab, daß sie im 16. – 17. Jahrhundert hergestellt waren. Ebenso wurden Spuren von Enterwerkzeugen gefunden, die mit Technologien hergestellt waren, wie sie vor dreihundert Jahren üblich waren.
Die Expertise der Tonbandaufzeichnungen, die zur Untersuchung anstanden, ergab ein sonderbares Verhalten des Äthers im Moment der Sendung des Notsignals. Hier aus dem Gutachten: „Der Empfänger hat atmosphärische Störungen in bedeutender Menge fixiert, welche sich in ihren Frequenzcharakteristiken wesentlich von jenen unterscheiden, die dem Bereich zwischen dem 7. und 20. nördlichen Breitengrad und dem 70. und 80. östlichen Längengrad entsprechen.“

Tucker wurde entlassen und des Betruges angeklagt, es gab eine heftige Zeitungsauseinandersetzung des Kapitäns mit den Schiffeignern, wobei viele Zeitungen in England sich auf die Seite der Mannschaft und ihres Kommandeurs stellten.
Damals schrieb die ach so respektable „Times“: „Wenn man dem ehemaligen Hausherrn der Kommandobrücke der „Milena“ und den Aufzeichnungen der Geräte, welche offensichtlich einfach geschickt manipuliert worden waren, glaubt, dann muß Tucker unbedingt augenblicklich wieder seinen Job zurückerlangen. Aber nur zu einem Zweck, nämlich daß er selbst und die gesamte Mannschaft vollständig in eine psychiatrische Einrichtung für gesellschaftlich gefährliche Kranke einzuweisen ist.“

Aber ganz so einfach war es nicht. Es ist so, daß des elektronische Echolot und andere Geräte, die mit Registrier-Schreibern ausgerüstet sind, nach Meinung von Fachleuten nicht geöffnet worden waren und nicht neu eingerichtet wurden, seit das Schiff Colombo verlassen hatte. Folglich log die Mennschaft nicht, und der entlassene Kapitän hatte allen Grund, seine Wiedereinstellung zu fordern.
(hier ist anzumerken, daß der Kapitän eines Schiffes kein „normaler“ Arbeitnehmer ist, sondern er hat auch heutzutage während der Fahrt an Bord die absolute Macht, wie ein Monarch: Gesetzgeber, Befehlshaber, Standesbeamter und Richter in einer Person, und daher kann auch nicht jeder x-beliebige Seemann Kapitän werden, sondern da werden schon besondere Anforderungen gestellt, die bei ihm ein hohes Maß an Verantwortungsbewußtsein, und bei allen anderen ein ebenso hohes Maß an Vertrauen in dessen Fähigkeiten voraussetzen – d.Ü.)
Auch die Wissenschaft befaßte sich ernsthaft mit der Erforschung aller Umstände dieser Geschichte. Manche meinen, daß das Schiff in eine andere Zeit-Dimension geraten war. Dann werden die Ereignisse wieder folgerichtig, auch das Verschwinden der Leiche.
Der Gelehrte Charles Mooray sagt: „Die Leiche hat durch die Verlegung in unsere Zeit die für den menschlichen Körper unter tropischen Bedingungen gewöhnlichen chemischen Prozesse durchlaufen. Denn faktisch ist sie in ein und demselben Raum nicht weniger als drei Jahrhunderte lang gewesen. Warum verspätete sich das Schiff? Offensichtlich nahmen der Eintritt in die „gekrümmte Zeit“ und der Austritt aus dieser, welche die Teilnehmer der Ereignisse in wenigen Minuten erlebten, in Wirklichkeit mehrere Monate in Anspruch. Die Sachen? Die überleben ihre vorherigen Träger auch in den Museen um Jahrhunderte.“
Kapitän William Tucker kämpfte noch lange um seinen guten Namen und bestand weiterhin auf der Realität der Ereignisse, die ihm und seiner Mannschaft widerfahren waren. Der Seemann übergab der Presse die Ergebnisse der Kohlenstoff-14-Analyse, welche festgestellt hatte, daß das Gewebe der Hose älteren Zuschnitts aus Sacktuch ist, das im 16. oder 17. Jahrhundert hergestellt wurde und dank der Imprägnierung mit einem harzähnlichen Stoff erhalten gebleiben ist; das Messer, die Weste und der Gürtel in Form eines breiten Schals waren ebenfalls aus diesem Zeitabschnitt.
Langsam begann die Aufmerksamkeit für diese Sache nachzulassen.

Aber 9 Jahre später lief ein großes Schiff mit 39 Mann Besatzung, die „Sea Star“, zur indischen Flotte gehörig, von Bombay nach Malaysia aus. An Bord befanden sich 10 Reisende.
Im fünften Reisetag gerieten sie in einen Sturm und das Schiff sendete ein SOS-Sinal. Der Sturm legte sich und das Schiff war von den Radarschirmen veschwunden. Es wurde 3 Tage lang mit 5 Schnellbooten gesucht, aber das Meer wies keinerlei Spuren einer Katastrophe auf.

Drei Jahre später erschien im selben Gebiet aus dem Nichts ein Schiff, das funkte: „Alles in Ordnung.“ Die erstaunten Funker konnte nicht verstehen, wovon die Rede ist, denn an jenem Tag hatte es keinen Sturm gegeben. Noch mehr waren die Vertreter des Küstenschutzes verwundert, die an Bord gingen – es war die „Sea Star“!

Sie erzählten dem Kapitän und der Mannschaft, daß ihr Schiff schon seit drei Jahren als vermißt gilt, aber die nahmen das als Scherz auf.
„Was für drei Jahre? Wir haben das Notsignal vor 2 Stunden gesendet“, sagte der Kapitän. Dann begannen die Leute, durcheinander zu erzählen, was sie in diesem schrecklichen Sturm durchlebt hatten.

Die „Sea Star“ wurde nach Bombay zur Untersuchung geschickt, aber die Ergebnisse wurden geheimgehalten und sind nie in der offenen Presse aufgetaucht.

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