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Ein Blick auf Helheim – Der Ort unseres Nachlebens

Viele Anhänger des Neuheidentums haben Angst vor Helheim und hoffen, dass sie nach Walhall kommen. Das liegt an ihrer äußerst christlichen Sichtweise. In Christentum ist die Sache klar:

Wie das Christentum die Sicht auf Helheim prägte:

Gute Menschen kommen in den Himmel. Dort leben sie ein sorgenfreies Leben im Überfluss und es gibt kein Schmerz, kein Tod und kein Leiden.

Schlechte Menschen kommen in die Hölle und werden dort den ganzen Tag gefoltert und leben ein Leben voller Leiden.

Dieses in Gut und Böse denken, gibt es im Heidentum nicht. Somit ist die Deutungsweise, dass Walhalla mit dem Himmel und Helheim mit der Hölle identisch ist falsch.

Der Aufbau und Weg nach Helheim:

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Helheim liegt weiter unter Midgard. Tief unten und weit im Norden. Für die Seele ist es ein weiter Weg. Deswegen gibt man ihnen auch Proviant mit.  Die Seelen bilden einen langen Zug der sich dem Fluss Gjöll nähert.  Dieser mächtige Fluss ist breit und voller gefährlicher Strömungen. Er umschließt ganz Helheim und niemand kann ihn überqueren. Im Fluss schwimmen Waffen und Knochen.

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Nur eine einzige Brücke führt über ihn. Sie heißt Gjallarbru und täglich ziehen tausende Seelen über sie hinweg. Die Riesin Modgud bewacht diese Brücke und lässt nur über sie wer wirklich Tod ist. Ihr zur Seite steht der Höllenhund Garm. Er stürzt sich auf jeden der die Grenze zu Helheim ohne Erlaubnis übertreten will.

Wenn die Seelen nun die Brücke überquert haben kommen sie an einen großen Zaun. Er heißt Helgrind. Kein Zaun in allen Welten ist so hoch wie er und nur selten soll ihn jemand überquert haben.

Er soll fern halten, was fern bleiben soll, aber noch wichtiger: Er soll drinnen halten, was drinne bleiben soll.

Nur ein Tor führt durch ihn durch und ist man durch, dann ist man in Helheim und es gibt kein zurück mehr.  Tief unter Midgard befindet man sich jetzt und weit unter dem Weltenbaum. Seine mächtigen Wurzeln bilden den Himmel. Hier trifft man nun seine Ahnen wieder. Seine ganze Sippe über Generationen hinweg. Jeder der eben nicht im Kampf gefallen, oder ertrunken ist. Helheim ist ein großes Land und meist ist es kalt da es  nahe an der Eiswelt Niflheim liegt. Eventuell auch ein teil davon bildet. Hier leben die Sippen in Höfen zusammen und es gibt auch Felder, Wiesen und Wälder. Somit kommt es einem Vertraut vor, weil es einem an sein Leben auf Midgard erinnert. Die Sonne kommt nur selten zum Vorschein. Geht man den Weg durch die verschiedenen Dörfern weiter kommt man an einen großen Palast.

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Hier ist der Wohnsitz von Hel. Dieser heißt Eljudnir (Elend), ihr Tisch Hungr (Hunger), ihr Messer Sultr (Verschmachtung) und ihre Türschwelle Fallandaforad (Fallende Gefahr). Kor (Sarg) ist der Name ihres Bettes und Blikjandabol (blinkendes Unheil) der ihres Bettvorhangs.

Ihre Bediensteten sind die Magd Ganglot (Trägtritt) und der Knecht Ganglati (Langsamtritt).

 Eigentlich meidet man die Göttin so gut es geht, doch lädt sie einen zu sich ein, weil sie die Einsamkeit plagt, dann lehnt man nicht ab. Dann lässt man sich auf sie ein.

Hel

Hel (Hella, Hellia, nord. „Hölle“), die Todesgöttin, ist die Tochter des Gottes Loki und der Riesin Angrboda. Sie herrscht über das Reich „Hel“, die Unterwelt der germanischen Mythologie. Ihre Brüder sind Fenrir und Jörmungandr (die Midgardschlange). Unter anderem ist das achtbeinige Pferd Sleipnir ihr Halbbruder.

Die eine Hälfte ihres Aussehens ist wunderschön und die andere pott häßlich anzusehen. So steht sie für die beiden Seiten Helheims.

Hel wird die Rune Hagalaz zugesprochen, die Rune der Zerstörung und der Wiederentstehung.

Odin selbst warf sie als kleines Mädchen in die Tiefe und so wurde sie die Herrin dieses Reiches

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Das Leben in Helheim

Helheim mag zwar kalt, dunkel und nebelig sein, aber es ist KEIN Ort der Bestrafung. Im Gegenteil hier ist man mit seinen Ahnen wieder vereint und kann mit ihnen sein Nachleben verbringen. Man lebt zusammen, feiert, betreibt weiterhin Landwirtschaft und genießt die gemeinsame Zeit. Alle Generationen leben in den Höfen zusammen. Alles was man ihnen für ihre letze Reise mit ins Grab legte haben sie hier bei sich und deswegen wurden sie mit vielen Grabbeigaben beschenkt. Keiner wollte das seine Ahnen  ohne Besitz leben muss.

Kann man in Helheim nochmal sterben:

 Auch die toten Sippen in den Dörfern führen manchmal Fehden und Kriege, verunglücken oder werden durch Krankheit dahin gerafft. Nur Altersbedingt kann man hier nicht mehr sterben. Wer in Helheim stirbt, der gelangt an den allertiefsten Ort der neun Welten: Nifhel. Ferner weg von Midgard, Asgard und all den anderen Landen, als je ein Wesen gehen wollte. So tief, dass keine Strahlend er Sonne bis dort hinunter reichen. Hier herrscht Stille und Einsamkeit, und schwarzer Nebel bringt Finsternis. Hier ist der letzte Posten, tiefer geht es nicht mehr.

Dann gibt es in Helheim noch einen Raum, einen besonders grausamen und widerlichen. Man nennt ihn Naströnd. Náströnd ist der Ort, an den niederträchtige Menschen – wie z. B. Eidbrüchige oder Verbrecher – nach ihrem Tod kommen. Alle Türen zeigen nordwärts und die gesamte Umgebung ist mit der Haut von Schlangen ausgekleidet und giftige Gase erfüllen ihn. Von der Decke tropft zudem Säure herab.

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über Ein Blick auf Helheim| Der Ort unseres Nachlebens. — Treue und Ehre

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2 Kommentare zu Ein Blick auf Helheim – Der Ort unseres Nachlebens

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