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Toleranz: Die eigentliche Bedeutung des Wortes

Bestimmte „Wörter“ haben sich in unserem Sprachgebrauch „eingebürgert“! Jeder will es sein, es wird sogar von uns erwartet – ja – vorausgesetzt! Wer es nicht ist, wird verurteilt oder gemieden. Jedoch nur Wenige wissen, was es eigentlich und ursprünglich bedeutet:

*  Toleranz  *

Toleranz ist entgegen der weitverbreiteten Meinung keine Tugend.

Toleranz ist in der Gegenwart ein täglich verwendeter, positiver Kampfbegriff. Tolerant sein wird gefordert, und das mit guten Gründen. Leider gehen die Essenz des Begriffes und seine Nützlichkeit dadurch weitgehend verloren.

Jan Hedde

Das eigentliche Wort „tolerare“ (lat.) bedeutet:

ertragen, dulden, erdulden, aushalten

Toleranz, von (lat.) tolerare (erdulden)

lexikon der biologie – tolerantia

Wenn man den Begriffswurzeln des Wortes  „Toleranz“ nachspürt, kommt man in den Bereich der individuellen Ethik. Der lateinische Wortstamm und sein griechisches Äquivalent beschreiben die sittliche Haltung, die aus dem Solidaritätsbewusstsein erwächst, neben mir lebenden Menschen, die durch seine Eigenart,  seine Andersartigkeit, das Zusammenleben erschweren kann, „ertragen“ muss.  Von hier aus weitet sich der Begriff aus – auf das Dulden und Ertragen von Lebensgewohnheiten und Eigenarten von Gruppen, die sich in der menschlichen Gemeinschaft gebildet und sich durch ihre Gebräuche, ihre Sitten, ihre Religion als abgehobene Sondergruppe charakterisiert haben.

Aus dem Buch: Religionsfreiheit und Toleranz im Altertum von Bernhard Kötting

pons: „tolerare“ findet sich im klassischen Latein, fast gleichbedeutend mit “ sustinere “ (sustineo):

empor-, aufrecht halten, stützen; tragen, sich in der Schwebe halten; kaum tragen können, aushalten, ertragen, über sich ergehen lassen, auf sich nehmen, übernehmen, eine Rolle übernehmen oder spielen; Widerstand leisten, widerstehen ; sich halten, standhalten, sich behaupten; aufrechterhalten, bewahren, behaupten; zurückhalten, hemmen, anhalten, Halt machen, sich einer Sache enthalten, etwas unterlassen; 

Bei näherer Befassung mit dem Begriff „Toleranz“ erkennt man bald: Diesem haftet der Geruch des Willkürlichen, Unbestimmten, Dekorativen an, insbesondere der Großzügigkeit eines Rechtsinhabers oder Mächtigen, der „tolerieren“ kann, aber nicht muss. Toleranz oder ihr Gegenteil, die Intoleranz, wird also von Weltanschauung, religiösen Ideen, von Tradition, vom Geschmack, letztlich aber aus einer Machtstellung bestimmt: Ich toleriere diese Handlung, jenes Reden oder eine für mich fremde Religion, obwohl ich dies alles untersagen könnte……..

Dieser Erklärung gemäß ist „Toleranz“ fast so etwas wie ein „UHU-Alleskleber“ oder Universalmittel: „Toleranz“ ist Tugend, Respekt, Anerkennung, Harmonie, moralische Verpflichtung und der Schlussstein, der die Menschenrechte (und anderes) zusammenhält. Ein „Geist der Toleranz“ verschiedenster Ausprägung wabert durch das Gerede der Politik……..“ mehr davon

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende

Seid gegrüßt

Freija

 

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