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“Meine Metzgerei”? Wohl eher: “Meine Fleischfabrik” – Was esse ich da eigentlich!?

 

Beste Qualität, engmaschige Kontrollen, alles nachvollziehbar?

Fleisch wird in Deutschland immer billiger, doch die Anbieter versprechen, dass dennoch alles super ist.

Viele Marken heißen, als wären sie noch kleine Familienbetriebe. Bei Rewe kommt das Fleisch von “Wilhelm Brandenburg”, bei Penny beliefert der “Mühlenhof” und bei Aldi ist es “Meine Metzgerei”.

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Aldis „Transparenz“ reicht nur bis zum Schlachtkonzern

Als Aldi-Kunde Hendrik Haase wissen wollte, woher sein Rinder-Hackfleisch kommt, zeigte das “Transparenz-Siegel” beim genauen Hinsehen nur einen Ort: Deutschland.

Haase forschte weiter und fand heraus, dass das Fleisch aus Oldenburg oder Husum kommen muss – vom Großkonzern “Danish Crown”. Der schlachtet allein in Husum jährlich 600.000 Rinder.

“Meine Metzgerei”? Wohl eher “Meine Fleischfabrik”

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Auf Facebook machte er seinem Ärger Luft:

Ach Aldi Nord, aus “Meiner Metzgerei” soll Dein Hackfleisch nun neuerdings kommen, so versprichst Du es zumindest auf Deinen neuen Etiketten. Darunter die Illustration eines schönen, muskulösen Bullen oder Ochsen.

…und “transparent” willst Du auf einmal sein. Schau an!

Wenn ich den QR-Code einscanne, erfahre ich gerade einmal, dass das Rind irgendwo aus Deutschland stammt. Also von einer Fläche von gut 35 Millionen Hektar!

Woher genau? Welcher Hof? Keine Information.
Welche Haltungsform? Welches Futter? Welches Alter? Welche Rasse?

Keine Informationen.

Die beiden Orte, die Du ganz stolz auf Deiner “Transparenz”-Seite ausweist sind Husum und Oldenburg. Orte, an denen aber nur geschlachtet und zerlegt wird – von einem riesigen Schlachtkonzern namens Danish Crown, einem genossenschaftlichen Unternehmen mit acht Milliarden Euro Umsatz und 25.000 Mitarbeitern.

Ein genaues Bild des Schlachthofes muss ich mir über Umwege ergooglen, denn eine Adresse scheint nicht zu Deiner Transparenz zu gehören.

Etwas weiter gegoogelt erfahre ich, dass “Meine Metzgerei” Danish Crown in Husum rund 2.000 Rinder pro Woche und im Jahr rund 600.000 Rinder schlachtet.
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Wäre “Meine Schlachtfabrik” dann nicht die ehrlichere Bezeichnung?

“Qualität und Frische” will mir “Meine Metzgerei” bei Aldi bieten. Von Husum fährt das geschlachtete und zerlegte Rind dann 300km nach Oldenburg um dort zu Hackfleisch zu werden.

Von dort fährt es dann nochmals 450km nach Berlin. “Meine Metzgerei” scheint ein ganz eigenes Verständnis von “Frische” zu haben.

Immerhin das Bild der Kuh, was Du mir zeigst könnte beispielhaft sein. Eine ausgemergelte Milchkuh der Holsteiner-Rasse die üblicherweise nach durchschnittlich 2,8 Laktationen (also einem Alter von 4,7 Jahren) aus der industriellen Milchproduktion als “Abfall” rausfliegt, weil sie unrentabel und krank wird.

…aber von der Transparenz bei deiner Billig-Milch wollen wir jetzt nicht auch noch anfangen, mach bitte erstmal Deine Hausaufgaben beim Fleisch.
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Haases Beitrag ist dabei weniger eine Abrechnung als eine unterhaltsame Auflistung seiner Recherche – dass sein Billig-Hackfleisch nicht aus idyllischen Familienbetrieben kommt, weiß der Kommunikationsdesigner und selbst ernannte Food-Aktivist natürlich selbst.

Ihn stört vor allem, wie Discounter und Supermärkte so tun, als könne es immer günstigeres Fleisch zu fairen und familiären Bedingungen geben.

Viel Beef auf Facebook

Auf Facebook versteht das nicht jeder: Für seine Empörung über Billig-Fleisch gibt es Beef ohne Ende, viele finden die Empörung scheinheilig. Er sieht das jedoch anders: Für Verbrauchertäuschung gibt es keine Ausreden, meint Haase.

Artikel zum Schlachthof in Husum:

“Schlachthof-Übernahme: Danish Crown wird fünftgrößter Rinderschlachter” hier>>>
Schlachtzahlen von Husum auf der Firmenseite: hier >>>
Die Lage der konv. Milchkühe und ihr Alter in dem sie geschlachtet werden. hier >>>
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Empörungswelle im Netz

Haas hat mit der Empörung über den quasihandwerklichen Metzgereianspruch von Aldi – auch die Süd-Schwester nutzt die Marke – einen Stein ins Rollen gebracht und eine Empörungswelle im Netz ausgelöst.

Die bodenständige Anmutung, die von dem 50er-Jahre-Design der Aldi-Eigenmarke „Meine Metzgerei“ ausgeht, der irgendwie pergamentpapierfarbene Grundton des Etiketts, die etwas ausgefranste Schrift – das alles sei darauf angelegt, dem Verbraucher regionale Herkunft vorzutäuschen, die es in Wirklichkeit nicht gebe.

Woher das Rind stamme, 
welcher Hof es großgezogen, 
welches Futter es bekommen habe…

…all diese Fragen blieben offen.

ALDI will nicht, dass ihr diesen Post lest!

Schon mal darüber nachgedacht?!

über “Meine Metzgerei”? Wohl eher: “Meine Fleischfabrik” – Was esse ich da eigentlich!? — Alpenschau.com

Über Lichterschein.com (1359 Beiträge)
https://lichterschein.com/lichterschein-was-will-der-denn/

4 Kommentare zu “Meine Metzgerei”? Wohl eher: “Meine Fleischfabrik” – Was esse ich da eigentlich!?

  1. fritze1974 // 03/10/2017 um 22:13 // Antwort

    Hat dies auf Fritze´s Götterdämmerung rebloggt.

    Gefällt 1 Person

  2. Dazu gibt es viel zu sagen.
    Ich recherchiere bereits seit einem Jahr und hier mein letzter Bericht:
    https://4alle.wordpress.com/2017/09/20/antibiotika-resistente-keime-who-warnt/
    Die Wissenschaft hat bereits alles belegt, aber das interessiert keinen. Und die Politik erst recht nicht.
    Für mich ein Skandal ohne gleichen und ich frage mich, wozu Die Grünen eigentlich noch gut sind.
    Jürgen aus Loy (PJP)

    Gefällt 1 Person

  3. Gerd aus der Familie Stüber // 05/10/2017 um 19:54 // Antwort

    Fleisch und Milch ist für uns Menschen Gift so einfach ist das, wir töten unsere Schutzbefohlenen!!!! Wir Menschen waren ursprünglich Rohköstler
    das sollte man WISSEN!!!! Ihr könnt es nennen wie ihr wollt, man tötet keine Tiere. Also braucht man erst gar keine Tiere zu Züchten um sie später abzuschlachten.
    Gruß: Gerd aus der Familie Stüber

    Gefällt mir

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