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Geheimnisse rund um die Kichererbse

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Autor: Zen­trum der Ge­sund­heit / ak­tua­li­siert: 30.01.2018

Ki­cher­erb­sen sind weit mehr als un­schein­ba­re Hül­sen­früch­te mit einem lus­ti­gen Namen. Aus ihnen las­sen sich Köst­lich­kei­ten wie Hum­mus und Fa­la­fel zau­bern. Ki­cher­erb­sen wir­ken sich äus­sert po­si­tiv auf die Ver­dau­ung, das Herz-Kreis­lauf­sys­tem und den Blut­zu­cker­spie­gel aus. Seit etwa 8000 Jah­ren wer­den die klei­nen Nähr­stoff­bom­ben gerne ver­zehrt, denn in ihnen ste­cken jede Menge Pro­te­ine, Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te. Sie sind reich an B-Vit­ami­nen und Bal­last­stof­fen: Eine per­fek­te Wahl für alle Ve­ga­ner, Ge­sund­heits- und Fi­gur­be­wuss­te.

Die Kichererbse – Eine fröhliche Hülsenfrucht

So hei­ter der Name der Ki­cher­erb­se (cicer ari­e­ti­num) auch klin­gen mag, mit dem Ki­chern an sich hat ihr Name rein gar nichts zu tun.

Er lei­tet sich von dem la­tei­ni­schen Wort „cicer“ ab, das ur­sprüng­lich Erbse be­deu­tet. Bei der Na­mens­ge­bung gab es also erst ein­mal gar nichts zu la­chen, ob­wohl man schon dar­über schmun­zeln könn­te, dass wir die Ki­cher­erb­se genau ge­nom­men als „Erbse-Erbse“ be­zeich­nen.

Die runz­li­gen Hül­sen­früch­te wur­den schon vor etwa 8000 Jah­ren in Klein­asi­en kul­ti­viert und tra­ten von dort aus ihren Sie­ges­zug nach In­di­en und die Mit­tel­meer­re­gi­on an.

Zu uns kam die Ki­cher­erb­se schliess­lich mit den Han­dels­schif­fen im frü­hen Mit­tel­al­ter – und sie blieb bis heute, denn ihr but­t­rig-nus­s­ähn­li­cher Ge­schmack fügt sie sich har­mo­nisch in viele Ge­rich­te ein und gibt ihnen die be­lieb­te ori­en­ta­li­sche Note.

Be­son­ders be­kannt sind ku­li­na­ri­sche Ge­nüs­se wie Hum­mus (pü­rier­tes Ki­cher­erb­sen­mus), Fa­la­fel (frit­tier­te Ki­cher­erb­sen­bäll­chen) oder Cur­ry­ge­rich­te mit einer Basis aus Ki­cher­erb­sen.

In vie­len Re­gio­nen der Erde sind Ki­cher­erb­sen – ge­mein­sam mit an­de­ren Hül­sen­früch­ten – ein Grund­nah­rungs­mit­tel. Vor allem in Me­xi­ko und In­di­en wer­den sie wegen ihrer her­aus­ra­gen­den Nähr­stoff­kom­bi­na­ti­on und ihrem kos­ten­güns­ti­gen Preis ge­schätzt.

Die Kichererbse und Hildegard von Bingen

Schon in den Nie­der­schrif­ten der Hil­de­gard von Bin­gen (1098 bis 1179) wird die Ki­cher­erb­se er­wähnt. Die Klos­ter­frau und Ge­lehr­te er­kann­te die Qua­li­tä­ten der Hül­sen­frucht und ihre po­si­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf den ge­sam­ten Kör­per vor allem bei Fie­ber.

In der Ge­sund­heits­leh­re der hei­li­gen Hil­de­gard gibt es über die Ki­cher­erb­se fol­gen­des zu lesen:

„Die Ki­cher­erb­se ist warm und an­ge­nehm und leicht zu essen und sie ver­mehrt dem, der sie isst, nicht die üblen Säfte. Wer aber Fie­ber hat, der brate Ki­cher­erb­sen über fri­schen Koh­len und esse sie und er wird ge­heilt wer­den.“

In­zwi­schen lie­gen je­doch auch zahl­rei­che wis­sen­schaft­li­che Be­wei­se für die ge­sund­heits­brin­gen­den Ei­gen­schaf­ten der Ki­cher­erb­se vor, so dass wir uns heute nicht mehr al­lein auf Hil­de­gards Pro­phe­zei­un­gen ver­las­sen müs­sen.

Die Ki­cher­erb­se gilt gar als so ge­sund, dass selbst von sämt­li­chen Ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tio­nen der re­gel­mäs­si­ge Ki­cher­erb­sen-Ver­zehr na­he­ge­legt wird.

Essen Sie Kichererbsen – Gerne auch täglich!

Laut der Ame­ri­can Dia­be­tes As­so­cia­ti­on, der Ame­ri­can Heart As­so­cia­ti­on und der Ame­ri­can Can­cer So­cie­ty ge­hö­ren Hül­sen­früch­te zu jenen Le­bens­mit­teln, die sich zur Ver­hü­tung von Krank­hei­ten und zur Op­ti­mie­rung der Ge­sund­heit eig­nen.

Auch der Ve­ge­ta­rier­bund Deutsch­land und die Schwei­ze­ri­sche Ge­sell­schaft für Er­näh­rung emp­feh­len den wö­chent­li­chen Ki­cher­erb­sen­ver­zehr von min­des­tens ein bis zwei Por­tio­nen.

Eine Por­ti­on ent­spricht hier­bei etwa einer Menge von 40 Gramm ge­trock­ne­ten be­zie­hungs­wei­se 100 Gramm ge­koch­ten Hül­sen­früch­ten.

In den ame­ri­ka­ni­schen Er­näh­rungs­richt­li­ni­en aus dem Jahr 2005, die ge­mein­schaft­lich von den US Ge­sund­heits- und Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­en ent­wi­ckelt wur­den, fin­den sich al­ler­dings deut­lich hö­he­re Ver­zehr­emp­feh­lun­gen.

Dort wer­den pro Per­son und Woche 3 Tas­sen Hül­sen­früch­te be­für­wor­tet, was etwa einer Menge von 600 Gramm ge­koch­ten Hül­sen­früch­ten pro Woche ent­spricht.

In vie­len Stu­di­en­er­geb­nis­sen wer­den sogar noch grös­se­re Men­gen emp­foh­len, näm­lich täg­lich 200-400 Gramm ge­koch­te Hül­sen­früch­te – mit der Be­grün­dung, dass der ver­stärk­te Kon­sum von Hül­sen­früch­ten mit einer sta­bi­le­ren Ge­sund­heit und einem ge­stei­ger­ten Leis­tungs­ni­veau ver­bun­den sei.

Wenn man sich die Ei­gen­schaf­ten der Ki­cher­erb­se be­trach­tet, ist das auch kein Wun­der:

Die Nähr- und Vitalstoffe der Kichererbse

Schon eine Por­ti­on ge­koch­te Ki­cher­erb­sen (ca. 165 g) deckt

  • 70 Pro­zent des täg­li­chen Fol­säu­re­be­darfs
  • 65 Pro­zent des täg­li­chen Kup­fer­be­darfs
  • 50 Pro­zent des täg­li­chen Bal­last­stoff­be­darfs
  • 25 Pro­zent des täg­li­chen Ei­sen­be­darfs
  • 20 Pro­zent des täg­li­chen Zink­be­darfs

Das Ganze na­tür­lich bei einem nied­ri­gen gly­kämi­schen Index (GI) und ge­mäs­sig­ter Ka­lo­ri­en­men­ge.

Auf die Ver­dau­ung wir­ken sich die Ki­cher­erb­sen auf­grund des hohen Bal­last­stoff­ge­halts be­son­ders po­si­tiv aus:

Kichererbsen für eine gesunde Verdauung

Zwei Drit­tel der Ki­cher­erb­sen-Bal­last­stof­fe sind un­lös­lich. Sie durch­wan­dern somit den Ver­dau­ungs­trakt un­ver­än­dert bis sie den Dick­darm er­rei­chen.

Auf ihrem Weg hel­fen sie dabei, die Darm­pe­ris­tal­tik an­zu­re­gen, den Darm zu säu­bern und ein ge­sun­des Darm­mi­lieu zu er­hal­ten.

Im letz­ten Darm­ab­schnitt zer­le­gen die Bak­te­ri­en des Dick­darms die un­ver­dau­li­chen Fa­sern teil­wei­se in kurz­ket­ti­ge Fett­säu­ren wie Es­sig­säu­re, Pro­pi­ons­äu­re und But­ter­säu­re.

Diese kurz­ket­ti­gen Fett­säu­ren wer­den von den Zel­len der Dick­darm­wand auf­ge­nom­men und als En­er­gie­quel­le ge­nutzt.

Die Bal­last­stof­fe der Ki­cher­erb­sen hel­fen somit aus­ser­ge­wöhn­lich gut dabei, die Darm­schleim­haut ge­sund zu hal­ten, was wie­der­um das Ri­si­ko für Dick­darm­pro­ble­me ein­schl. Darm­krebs deut­lich min­dern kann.

Eben­falls krebs­vor­beu­gend wir­ken be­kannt­lich An­ti­oxi­dan­ti­en. Und auch hier kann die Ki­cher­erb­se sehr gut mit­hal­ten.

Kichererbsen wirken antioxidativ

Viele un­se­rer Kör­per­sys­te­me sind an­fäl­lig für oxi­da­ti­ven Stress und Schä­den, die durch re­ak­ti­ve Sau­er­stoff­mo­le­kü­le ent­ste­hen. Unser Herz-Kreis­lauf-Sys­tem, un­se­re Lun­gen und unser Ner­ven­sys­tem sind davon zu aller erst be­trof­fen.

Gegen oxi­da­ti­ven Stress aber hel­fen An­ti­oxi­dan­ti­en – und diese fin­den sich auch in der Ki­cher­erb­se zu­hauf.

So lie­fert die Ki­cher­erb­se zwar nur klei­ne Men­gen der be­kann­ten An­ti­oxi­dan­ti­en wie Vit­amin C, Vit­amin E und Beta-Ca­ro­tin. Doch sind in der Ki­cher­erb­se statt­des­sen se­kun­dä­re Pflan­zen­stof­fe mit hohem an­ti­oxi­da­ti­vem Po­ten­ti­al ent­hal­ten.

Dazu ge­hö­ren die Fla­vo­no­ide Quer­ce­tin, Kämp­fe­rol und My­ri­ce­tin sowie ver­schie­de­ne Phe­nol­säu­ren. Sie bil­den eine wich­ti­ge Un­ter­stüt­zung, um den Kör­per vor An­grif­fen durch freie Ra­di­ka­le und re­ak­ti­ve Sau­er­stoff-Ver­bin­dun­gen zu schüt­zen.

Ki­cher­erb­sen ent­hal­ten über­dies re­la­tiv gros­se Men­gen Man­gan – ein Spu­ren­ele­ment, das in den en­er­gie­pro­du­zie­ren­den Mi­to­chon­dri­en der meis­ten Zel­len vor­kommt und folg­lich an der En­er­gie­ge­win­nung be­tei­ligt ist. Fer­ner ist Man­gan ein wich­ti­ger Be­stand­teil von kör­per­ei­ge­nen an­ti­oxi­da­tiv wirk­sa­men En­zy­men, wie z. B. der Su­per­oxid­dis­mu­ta­se.

Mit einer Por­ti­on Ki­cher­erb­sen wer­den be­reits 85 Pro­zent des Man­gan-Ta­ges­be­darfs ge­deckt.

Das Wis­sen um die an­ti­oxi­da­ti­ven Fä­hig­kei­ten der Ki­cher­erb­se führ­te zu immer mehr Stu­di­en an Tie­ren und Men­schen, die aus­führ­lich zei­gen konn­ten, dass der Ge­nuss von Ki­cher­erb­sen unter an­de­rem das Ri­si­ko von Herz­er­kran­kun­gen re­du­ziert. An­ti­oxi­dan­ti­en hal­ten schliess­lich die Blut­ge­fäs­se elas­tisch und ver­bes­sern die Flies­s­ei­gen­schaf­ten des Blu­tes.

Ki­cher­erb­sen – re­gel­mäs­sig ver­zehrt – sen­ken je­doch auch die Blut­fett­wer­te:

Kichererbsen schützen Herz und Kreislauf

Wer seine Blut­fett­wer­te und damit seine Herz- und Ge­fäss­ge­sund­heit ver­bes­sern möch­te, soll­te immer auch an die Ki­cher­erb­se den­ken. Sie wirkt in mehr­fa­cher Hin­sicht ar­te­rio­skle­ro­ti­schen Ver­än­de­run­gen ent­ge­gen und senkt damit das Ri­si­ko, eine ko­ro­na­re Herz­krank­heit zu ent­wi­ckeln.

Der hohe Sapo­n­in­ge­halt der Ki­cher­erb­se (50 mg pro Ki­lo­gramm Ki­cher­erb­sen) ist haupt­ver­ant­wort­lich für die blut­fett­sen­ken­de Wir­kung der le­cke­ren Hül­sen­frucht.

Sapo­ni­ne ver­bin­den sich mit den Cho­le­ste­rin­mo­le­kü­le n der Nah­rung zu un­lös­li­chen Kom­ple­xen, so dass sie nicht über den Darm in den Blut­kreis­lauf ge­lan­gen kön­nen. Aus­ser­dem bin­den Sapo­ni­ne Gal­len­säu­ren an sich, so dass sich die Leber aus den Cho­le­ste­rin­re­ser­voirs des Kör­pers be­die­nen muss, um neue Gal­len­säu­ren bil­den zu kön­nen, wo­durch der Cho­le­ste­rin­spie­gel sinkt.

Die ex­trem quell­fä­hi­gen Bal­last­stof­fe der Ki­cher­erb­se tra­gen eben­falls dazu bei, den Cho­le­ste­rin­spie­gel zu sen­ken.

Ähn­lich wie die Sapo­ni­ne bin­den sich die Bal­last­stof­fe im Darm an die Fette, so dass sie nicht ins Blut ge­lan­gen, son­dern ein­fach mit dem Stuhl aus­ge­schie­den wer­den.

Folg­lich ver­wun­dert es auch nicht, dass sich in gross an­ge­leg­ten epi­de­mio­lo­gi­schen Stu­di­en zur Ge­sund­heits- und Er­näh­rungs­for­schung zeig­te, dass schon 150 Gramm ge­gar­te Ki­cher­erb­sen pro Tag hel­fen kön­nen, den LDL-Spie­gel („schlech­tes“ Cho­le­ste­rin) und den Ge­samt­cho­le­ste­rin­spie­gel sowie die Trigly­ce­ridwer­te bin­nen eines Mo­nats merk­lich zu sen­ken.

Prak­ti­scher­wei­se re­gu­lie­ren Ki­cher­erb­sen auf­grund ihres hohen Bal­last­stoff- und Pro­t­e­in­ge­halts auch den Blut­zu­cker­spie­gel, was ins­be­son­de­re für Dia­be­ti­ker in­ter­es­sant ist bzw. für Men­schen mit be­gin­nen­der In­su­lin­re­sis­tenz.

Kichererbsen – Perfekt bei Diabetes

Chi­ne­si­sche Wis­sen­schaft­ler stell­ten fest, dass die Ki­cher­erb­se so­wohl zu einer ge­sün­de­ren Bauch­spei­chel­drü­sen­funk­ti­on (er­höh­te In­su­linab­ga­be) als auch zu einer Min­de­rung der In­su­lin­re­sis­tenz bei­tra­gen kann.

Ähn­lich blut­zu­cker­re­gu­lie­ren­de Ef­fek­te zeig­te die Ki­cher­erb­se in einer aus­tra­li­schen Stu­die. Hier ver­zehr­ten die Pro­ban­den min­des­tens 728 Gramm Do­sen­ki­cher­erb­sen pro Woche. Im Er­geb­nis wur­den schon in­ner­halb einer Woche ge­rin­ge­re Blut­zu­cker­wer­te ge­mes­sen als zuvor.

Die­ser Ef­fekt kommt nicht nur Dia­be­ti­kern zu Gute, son­dern allen, die häu­fig mit Blut­zu­cker­schwan­kun­gen oder Heiss­hun­ger­at­ta­cken zu kämp­fen haben sowie Per­so­nen, die ab­neh­men möch­ten. Denn je we­ni­ger Heiss­hun­ger­at­ta­cken und je aus­ge­gli­che­ner der Blut­zu­cker­spie­gel, desto leich­ter ge­lingt auch die Ge­wichts­ab­nah­me.

Satt und schlank mit Kichererbsen

In Stu­di­en konn­te über­dies ge­zeigt wer­den, dass Ki­cher­erb­sen sehr gut sät­ti­gen.

Bei den Teil­neh­mern der jüngs­ten dies­be­züg­li­chen Stu­die wurde fest­ge­stellt, dass diese sehr viel we­ni­ger zwi­schen den Mahl­zei­ten nasch­ten und in der Ta­ges­bi­lanz ins­ge­samt auch we­ni­ger Ka­lo­ri­en zu sich nah­men, wenn sie Ki­cher­erb­sen ge­ges­sen hat­ten.

Die Pro­ban­den be­rich­te­ten von einem hö­he­ren Sät­ti­gungs­grad, der zu einem re­du­zier­ten Ap­pe­tit führ­te und den Griff zu Zwi­schen­mahl­zei­ten immer sel­te­ner mach­te.

Da die Ki­cher­erb­se zudem recht ka­lo­ri­en­arm ist (100 g ge­koch­te Ki­cher­erb­sen haben nur 120 kcal), stellt sie eine idea­le Un­ter­stüt­zung für alle dar, die noch nicht ihr Ide­al­ge­wicht er­reicht haben.

Gleich­zei­tig ist die Ki­cher­erb­se eine her­vor­ra­gen­de Pro­te­in­quel­le, was ins­be­son­de­re für Men­schen in­ter­es­sant ist, deren Spei­se­plan an­de­re Pro­te­in­quel­len aus­schliesst, wenn also bei­spiels­wei­se vegan oder ve­ge­ta­risch ge­ges­sen wird.

Kichererbsen – Die Top-Proteinquelle

Schon eine Por­ti­on ge­koch­te Ki­cher­erb­sen (ca. 220 g) lie­fert 20 Gramm Pro­te­in und kann es daher gut mit den ty­pi­schen tie­ri­schen Ei­weiss­quel­len auf­neh­men.

Zum Ver­gleich ent­hal­ten 100 Gramm Hüh­ner­brust­filet 16 Gramm Ei­weiss, 100 Gramm Schwei­ne­fi­let 23 Gramm und 100 Gramm Rin­der­fi­let 19 Gramm Pro­te­in.

Damit sind die klei­nen Hül­sen­früch­te auch eine ge­sun­de und reiz­vol­le Al­ter­na­ti­ve zu den üb­li­chen Bei­la­gen wie Kar­tof­feln oder Nu­deln, deren hoher Koh­len­hy­drat­ge­halt diese Le­bens­mit­tel immer we­ni­ger be­liebt macht und die zudem weit we­ni­ger sät­ti­gen.

Die bio­lo­gi­sche Wer­tig­keit des Ki­cher­erb­sen­pro­te­ins kann über­dies noch er­höht wer­den, wenn die Ki­cher­erb­se in einer Mahl­zeit mit Pa­ra­nüs­sen oder Son­nen­blu­men­ker­nen kom­bi­niert und/oder mit He­fe­flo­cken ge­würzt wird. Auch das Spi­ru­li­na­pro­te­in ist sehr gut mit der Ki­cher­erb­se kom­bi­nier­bar.

Wie also wird die Ki­cher­erb­se nun am bes­ten zu­be­rei­tet? Das Grund­re­zept lau­tet fol­gen­der­mas­sen:

Kichererbsen – Die Zubereitung

Die ge­trock­ne­ten Ki­cher­erb­sen wer­den unter flies­sen­dem Was­ser ge­wa­schen und vor dem Koch­vor­gang min­des­tens vier bis zwölf Stun­den lang ein­ge­weicht. Neh­men Sie dazu zwei bis drei Tas­sen Was­ser pro Tasse Ki­cher­erb­sen.

Die Ein­weich­zeit hat min­des­tens drei Vor­tei­le:

  1. Wäh­rend der Ein­weich­zeit re­du­ziert sich die Menge der ent­hal­te­nen Raf­fi­no­se (ein bei man­chen Men­schen blä­hen­der Bal­last­stoff, der in allen Hül­sen­früch­ten ent­hal­ten ist, in Ki­cher­erb­sen aber – z. B. im Ver­gleich zu Boh­nen – in deut­lich ge­rin­ge­rer Menge). Wenn Sie dabei mehr­fach das Was­ser wech­seln, re­du­zie­ren Sie die blä­hen­de Wir­kung noch wei­ter.
  2. Gleich­zei­tig wer­den wäh­rend der Ein­weich­zeit ge­wis­se En­zy­me ak­ti­viert, die einen Teil der in Hül­sen­früch­ten ent­hal­te­nen Phytin­säu­re ab­bau­en. Phytin­säu­re kann – im Über­mass ge­nos­sen – Mi­ne­ral­stof­fe an sich bin­den, so dass diese vom Kör­per nicht mehr re­sor­biert und ver­wen­det wer­den kön­nen. Nichts­des­to­trotz kennt man in­zwi­schen für ge­wis­se Phytin­säu­re­men­gen et­li­che ge­sund­heit­li­che Vor­tei­le, so dass die Phytin­säu­re mitt­ler­wei­le sogar als Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel ein­ge­nom­men wird – und zwar ohne dass die Kon­su­men­ten einen Mi­ne­ral­stoff­man­gel er­lei­den wür­den. So kann die Phytin­säu­re bei­spiels­wei­se die Kil­ler­zel­len des Im­mun­sys­tems stär­ken. Auch wer­den ihr krebs­hem­men­de und blut­zu­cker­re­gu­lie­ren­de Ei­gen­schaf­ten nach­ge­sagt.
  3. Die Ein­weich­zeit ver­rin­gert die Koch­zeit – und zwar rech­net man pro vier Stun­den Ein­weich­zeit mit einer Koch­zeit­ver­kür­zung um 25 Pro­zent, so dass eine lange Ein­weich­zeit an­schlies­send auch eine vi­tal­stoff­scho­nen­de Zu­be­rei­tung er­laubt.

Vor dem Ko­chen giesst man die Ein­weich­flüs­sig­keit ab und spült die Ki­cher­erb­sen noch ein­mal unter flies­sen­dem Was­ser ab. Dann gibt man die ein­ge­weich­ten Erb­sen in einen Topf mit fri­schem Was­ser oder Ge­mü­se­brü­he und ach­tet dar­auf, dass die Ki­cher­erb­sen von etwa 3 bis 5 cm Was­ser be­deckt sind.

Man bringt das Ganze zum Ko­chen, re­du­ziert dann die Hitze und lässt die Ki­cher­erb­sen bei fast zu­ge­deck­tem Topf leise kö­cheln. Soll­te sich Schaum ent­wi­ckeln, wird er ab­ge­schöpft.

Die Koch­zeit be­trägt zwi­schen 1 und 1,5 Stun­den. Sind die Ki­cher­erb­sen noch fest, ob­wohl das Koch­was­ser na­he­zu ver­schwun­den ist, giesst man etwas Was­ser nach und lässt die Erb­sen so lange ko­chen, bis sie weich sind.

Wem das alles zu auf­wän­dig ist, der kann die Ki­cher­erb­se auch schon fer­tig ge­gart im Glas kau­fen – am bes­ten in Bio-Qua­li­tät. In die­ser Form stellt die Ki­cher­erb­se ein höchst ge­sun­des Fast Food dar, das man in vie­ler­lei Va­ria­tio­nen schnell und un­kom­pli­ziert in le­cke­re Re­zep­tu­ren ver­wan­deln kann:

Schnelle Rezepte mit der Kichererbse

Nach­fol­gend ei­ni­ge schnel­le Bei­spiel-Re­zep­te mit der Ki­cher­erb­se:

  • Hum­mus: Stel­len Sie ein su­per­schnel­les Ki­cher­erb­sen­pü­ree her (als Bei­la­ge oder Brot­auf­strich), indem Sie ge­koch­te Ki­cher­erb­sen mit Oli­ven­öl, fri­schem Knob­lauch, Tahin (Se­sam­mus), Meer­salz und etwas Zi­tro­nen­saft pü­rie­ren.
  • Ki­cher­erb­sen-Salat: Be­streu­en Sie ge­koch­te Ki­cher­erb­sen mit Ihrem Lieb­lings­ge­würz und fri­schen oder ge­trock­ne­ten Kräu­tern, dazu ge­hack­te Zwie­beln sowie etwas Oli­ven­öl und Ap­fel­es­sig – fer­tig ist der schnel­le Ki­cher­erb­sen­sa­lat.
  • Pasta aus dem Mitt­le­ren Osten: Mi­schen Sie ge­koch­te Ki­cher­erb­sen mit Oli­ven­öl, Fe­ta­kä­se und fri­schem Ore­ga­no und ser­vie­ren Sie dies zu Penne al dente.
  • Ki­cher­erb­sen mit Reis: Ser­vie­ren Sie ge­koch­te Ki­cher­erb­sen mit Voll­korn­reis und einer To­ma­ten­sau­ce mit Curry und ge­hack­ten Nüs­sen (Wal- oder Pa­ra­nüs­se).
  • Ki­cher­erb­sen­sup­pe: Geben Sie Ki­cher­erb­sen in jede be­lie­bi­ge Ge­mü­se­sup­pe. Sie er­hö­hen deren Nähr­wert und ver­bes­sern die Kon­sis­tenz (ma­chen die Suppe sämig).
  • Wei­te­re Ki­cher­erb­sen-Re­zep­te fin­den Sie in un­se­rer Re­zep­te-Ru­brik, z. B. einen Ki­cher­erb­sen-Wir­sing-Topf oder ba­si­sche Kro­ket­ten aus Ki­cher­erb­sen

Sind Kichererbsen-Sprossen giftig

Ki­cher­erb­sen ent­hal­ten im rohen Zu­stand – wie alle Hül­sen­früch­te – den Stoff Pha­sin, der to­xisch wir­ken kann und sich erst beim Er­hit­zen oder aber auch zum gros­sen Teil im Laufe des Ke­im­pro­zes­ses zer­setzt.

Ki­cher­erb­sen-Spros­sen soll­ten min­des­tens zwei bis drei ganze Tage ge­keimt sein. Dann kön­nen sie in klei­nen Men­gen ver­zehrt wer­den – und zwar auch ohne sie zuvor zu ko­chen. Wer auf Num­mer Si­cher gehen möch­te, kocht oder blan­chiert die Spros­sen vor dem Ver­zehr.

Purine in Kichererbsen?

Hül­sen­früch­te und so auch Ki­cher­erb­sen zäh­len zu den pu­rin­rei­chen Le­bens­mit­teln. Pu­ri­ne wer­den zu Harn­säu­re ver­stoff­wech­selt. Steigt der Harn­säu­re­spie­gel zu stark, kann dies zur Ent­ste­hung von Gicht bei­tra­gen.

Der Pu­rin­ge­halt in Hül­sen­früch­ten führ­te in der Ver­gan­gen­heit nun lei­der dazu, dass viele gicht­ge­fähr­de­te Men­schen Hül­sen­früch­te mie­den und somit auch nicht in den Ge­nuss all ihrer ge­sund­heit­li­chen Vor­tei­le kom­men konn­ten.

In­zwi­schen je­doch weiss man, dass pu­rin­rei­che pflanz­li­che Le­bens­mit­tel eine Gicht of­fen­bar nicht an­nä­hernd so be­güns­ti­gen wie das pu­rin­rei­che tie­ri­sche Le­bens­mit­tel tun, so dass sich auch Men­schen mit er­höh­tem Gich­tri­si­ko die ge­sun­de Ki­cher­erb­se schme­cken las­sen kön­nen.

Quelle: zentrum-der-gesundheit

Und hier noch ein paar Seiten mit Rezepten rund um die kichernde Erbse für Jedermann:

www.vebu.de

www.lecker.de 

www.wildeisen.ch

www.ichkoche.at

Einen schönen Sonntag  – Es grüßt Euch Freija

 

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Ein Kommentar zu Geheimnisse rund um die Kichererbse

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