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Hochbrisante Mischung: Benutzen Sie noch scharfe Putzmittel? Der reinste Chemie-Cocktail.

https://netzfrauen.org/2018/04/03/putzmittel-2/#more-57264

Für alles gibt es Reiniger, ob für das Bad, für die Küche oder auch für Fenster. Es gibt Kraftreiniger, Scheuerpulver und Scheuermilch und sogar für den Kühlschrank gibt es einen Hygienereiniger. Haben Sie sich schon einmal die Warnhinweise solcher Reiniger angeschaut? Wenn verschiedene Putzmittel gleichzeitig verwendet oder miteinander gemischt werden, können giftige Dämpfe entstehen. Je nach Inhaltsstoffen sind Verätzungen an Händen, Augen oder Atemwegen möglich. Die unterschiedlichsten chemischen Helfer als Cocktail machen aus vermeintlich „sicheren“ Inhaltsstoffen von Putzmitteln Krebsauslöser, wie eine globale Taskforce von 174 Wissenschaftlern aus führenden Forschungszentren in 28 Ländern feststellte.

Ein sauberes Zuhause lässt sich mit weit weniger Mitteln schaffen: „Mit einem Allzweckreiniger, einem Handspülmittel, einer Scheuermilch und einem sauren Reiniger auf Basis von Zitronensäure kann man den gesamten Haushalt reinigen“, rät etwa das Umweltbundesamt auf seiner Homepage. Manch kluge Hausfrau schafft es gar mit einem Eimerchen Schmierseife.

Wichtig ist, dass verschiedene Reiniger nicht miteinander kombiniert werden. Außerdem sollten Verbraucher unbedingt auf die Symbole achten, mit denen die Reiniger gekennzeichnet sind. Hersteller sind verpflichtet, Gefahrenstoffe mit entsprechenden Warnhinweisen zu versehen.

Hexyl Cinnamal (Alpha-Hexyl-Zimtaldehyd) verbessert den Geruch eines Produktes und/oder dient der Parfümierung der Haut. Es handelt sich hierbei um einen deklarationspflichtigen Duftstoff gemäß Art. 19 Abs. 1 g) der EG-Kosmetik-Verordnung. Duftstoffe werden im Kosmetikbereich auch als „Parfümierungsmittel“ oder „Parfumöle“ bezeichnet. Auf Grund ihrer allergologischen Relevanz müssen seit dem Jahr 2004 bestimmte Duftstoffe innerhalb der EU auf der Verpackung von kosmetischen Produkten separat deklariert werden.

Erst kürzlich haben wir Sie über Lenor Unstoppables Wäscheparfüm informiert. Ein dauerhaftes Duft-Erlebnis, das über herkömmliche Frische hinausgeht, ist ohne Chemie nicht möglich. Die schrecklichen Folgen für die Umwelt und auch für die Gesundheit sind dauerhaft. Und aufpassen: Es darf nicht in den „normalen“ Müll geworfen werden, denn der Inhalt sowohl als auch der Kunststoffbehälter müssen entsprechend den örtlichen Vorschriften der Entsorgung nach Gebrauch der Problemabfallentsorgung zugeführt werden. Siehe: Benutzen Sie noch Weichspüler oder sogar Lenor Unstoppables, einem PARFUM für die Wäsche? Dann aufgepasst!

Viele Kraftreiniger mögen ja vielleicht gründlich reinigen, belasten aber Gewässer und Schleimhäute.

Putz- und Reinigungsmittel lösen nicht nur Fettreste auf Oberflächen, sondern greifen auch den natürlichen schützenden Fettfilm der Haut an. Bei hautsensiblen Menschen ist die häufig trockene Haut durch eine gestörte Barrierefunktion und einen geschwächten Säureschutz gekennzeichnet. Diese vorgeschädigte Haut ist für giftige oder allergieauslösende Stoffe leichter durchlässig. Kurz danach treten meist die ersten Reizungen auf, die weiter zu Ekzemen führen können. Reizend oder allergen können Duftstoffe, Enzyme, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Tenside, Lösungsmittel und optische Aufheller wirken.
– Duftstoffe: Auch natürliche Duftstoffe lösen allergische Reaktionen aus, z. B. Perubalsam wird aus dem geschwefelten Holz einer Baumart gewonnen. Er gilt als häufiger Auslöser von Allergien.
– Enzyme werden Waschmitteln zugesetzt. Sie können die Haut angreifen und den Säureschutzmantel schädigen
– Farbstoffe wirken stark allergen. Farbstoffe befinden sich in nahezu allen Haushaltschemikalien.
– Formaldehyd wird als Konservierungsmittel eingesetzt. Es ist ein hochpotentes Allergen und reizt Atemwege und Augen. Quelle 

Cool, sexy, schnell – so putzt es sich im Werbeclip von Cillit Bang. Klappt das auch in Wirklichkeit? Es reicht schon, wenn man sich das SICHERHEITSDATENBLATT anschaut. 

Um die Inhaltsstoffe auf der Flasche zu erkennen, benötigt man eine Lupe:

: Cillit Bang Kraftreiniger Kalk & Schmutz
SICHERHEITSDATENBLATT

Bereits 2010 erhielten die Markenprodukte Cillit Bang Kraftreiniger Boden und Multi-Fett vonÖko-Test nur „ausreichend“.

Mehr Informationen erhalten Sie in diesem Video:

Die sanfteren klassischen Reiniger sind für das regelmäßige Badputzen völlig ausreichend. Wer nach dem Baden und Duschen Fliesen oder Duschabtrennung mit einem Abzieher mit Gummilippe trocknet, braucht keine aggressiven Reiniger. Kalkränder lassen sich auch mit ein paar Tropfen verdünntem Essig aufweichen und abwischen oder vorsichtig mit einem Kochfeldschaber entfernen.

Eine globale Taskforce von 174 Wissenschaftlern aus führenden Forschungszentren in 28 Ländern untersuchten den Zusammenhang zwischen Mischungen von häufig auftretenden Chemikalien und der Entstehung von Krebs. Bei den alltäglichen Mengen, die uns heute in bestimmten Mischungen begegnen, stießen sie auf immerhin 50 krebsauslösende Prozesse. Sie fordern die Erforschung, wie alltägliche Chemikalien in unserer Umwelt Krebs erzeugen kann.

‚Chemische Suppe‘: Studie sieht einen Cocktail der „sicheren“ Inhaltsstoffe von Putzmitteln als Krebsauslöser

Eine Taskforce von 174 führenden Wissenschaftlern aus 28 Ländern erarbeitete diese Studie, die im Journal Carcinogenesis veröffentlicht wurde. Sie fanden heraus, dass Chemikalien, die angeblich für Menschen sicher sind, sich in Kombination zu einer tödlichen und krebserregenden Mischung entwickeln können.

Die Wissenschaftler untersuchten 85 prototypische Chemikalien, die als nicht kanzerogen für Menschen gelten. Sie analysierten deren Wirkung im Zusammenhang mit einer Liste von Mechanismen, die mit der Krebsentwicklung in Verbindung stehen. Fünfzig der Stoffe erwiesen sich dabei als potentiell krebsauslösend, da sie in der Lage waren, diese Mechanismen anzustoßen – selbst wenn es nur sehr geringe Werte waren, die im Falle des Auftretens der individuellen Chemikalien keinerlei Schäden verursachen. Diese Chemikalien sind „gängig und unvermeidbar“, da man sie in allen normalen Produkten im Haushalt findet: Kosmetika, Textilien, Nahrung und Farben.

Zu den aufgeführten Substanzen gehören

– Nanopartikel von Titan-Dioxid, die z. B. in Sonnenschutzmitteln und Farbstoffen zu finden sind,
– Acrylamide, die in Bratkartoffeln enthalten sein können,
– Triclosan, oft in antibakteriellen Handwaschmitteln zu finden sowie
– Phthalate, die in Plastik auftauchen
– Kupfer, Quecksilber und Blei wurden ebenfalls genannt.

Die Studie zum Download: Assessing the carcinogenic potential of low-dose exposures to chemical mixtures in the environment: the challenge ahead

„Diese Studie bestätigt die Vorstellung, dass einzelne, eigentlich harmlose Chemikalien durch Kombination und Akkumulation in unserem Körper Krebs auslösen“, sagt Krebsbiologe Dr. Hemad Yasaeivon der Universität Brunel in London. In bisherigen Krebsstudien wurden nur einzelne Substanzen untersucht, eine Methodik, von der der führende Studien-Autor und namhafte Wissenschaftler des California Pacific Medical Center in San Francisco William Goodson III sagt, dass sie „ziemlich veraltet sei.”

So führt Goodson aus: „Da zahlreiche – in der Umgebung unausweichliche – Chemikalien niedrig-dosierende Effekte nach sich ziehen können, die sich zu krebsauslösenden Prozessen in Bezug setzen lassen, ist die Testmethodik, eine Chemikalie nach der anderen auszuwerten, wirklich äußerst veraltet.“ Dann fügt er hinzu: „Wir sind in unserer Umwelt tagtäglich einer ‚chemischen Suppe‘ ausgesetzt. Es ist daher unumgänglich, dass wir Tests durchführen, die die Effekte unserer dauerhaften Belastung mit diesen chemischen Mixturen berücksichtigen.“

Die Taskforce fordert, dass man mehr Wert auf die Untersuchung niedrig-dosierter Belastungen mit Umwelt-Chemikalien legen sollte und derartige Projekte fördern müsse.

Die International Agency for Research on Cancer (IARC), ein Teil der World Health Organization (WHO), hat in den vergangenen 30 Jahren das krebsauslösende Potential von über 900 Stoffen analysiert. Diese wurden in fünf verschiedene Kategorien eingeordnet: „krebsauslösend für Menschen”, „möglicherweise krebsauslösend für Menschen”, „wahrscheinlich krebsauslösend für Menschen” „unklassifizierbar“ und „wahrscheinlich nicht krebsauslösend für Menschen”. Etwas über 100 Substanzen wurden als „krebsauslösend für Menschen” klassifiziert.

Die Wissenschaftler richten sich mit einem Appell an die Öffentlichkeit: Die Standards, mit denen diese chemischen Stoffe bewertet werden, bevor sie auf den Markt kommen, müssen in jeden Fall überdacht werden, fordert Hemad Yasaei: „Wir hoffen, dass unsere Studie ein Anstoß für Krebsforscher weltweit ist, sich über dieses Thema auszutauschen. Und wir hoffen, dass diese Forschungsergebnisse Anlass sind, Zulassungsverfahren für solche chemischen Stoffe zu überdenken.“

2 Kommentare zu Hochbrisante Mischung: Benutzen Sie noch scharfe Putzmittel? Der reinste Chemie-Cocktail.

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