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Verdrängtes Vaterland: Netter Versuch in der „Welt“

Foto: Durch PixDeluxe/Shutterstock
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Der große Kollaps: Retten Sie jetzt, was noch zu retten ist! Der große Börsencrash 2018 verschlingt alles! Außer …

In Friede Springers „Welt“ gab es einen interessanten Artikel von Thomas Schmid. Titel: „Verdrängtes Vaterland – Gesinnung, Gemeinschaft, Gemütlichkeit“. Interessant ist er allerdings unter ganz anderen Gesichtspunkten, als Schmid glaubt. Der Einspruch.

von Thomas Böhm und Max Erdinger

Die erste Frage, die sich der Leser von Mainstream-Medien in diesen Zeiten immer stellt, ist die folgende: Wer schreibt wo? Thomas Schmid schreibt in der „Welt“. Das Blatt gehört zu Friede Springers Imperium – und Friede Springer gilt als Freundin der Kanzlerin, wie auch Liz Mohn aus dem Hause Bertelsmann. Daß Thomas Schmid sich bei Springer mit dem Thema Volk & Nation beschäftigt, ist also zumindest schon einmal ein Hinweis darauf, daß Merkel und Springer klargeworden sein muß: Um dieses Thema kommen wir nicht mehr herum. Irgendwie müssen wir das behandeln. Ein reiner Konfrontationskurs den Nationalstaatlichen gegenüber schadet uns. Am besten simulieren wir Dialogbereitschaft. Wer ist der beste Simulant?

Thomas Schmid in der „Welt“:

Die Sehnsucht nach einer heilen deutschen Welt wird immer mächtiger. Sie erreicht auch abtrünnige 68er, die sich jüngst mit einer „Gemeinsamen Erklärung 2018“ zu Wort gemeldet haben. Eine Befindlichkeitsanalyse.

Da sagt der Amerikaner: „Nice try, Thomas!“ (Netter Versuch!). Wer hätte denn ein Interesse an der Analyse von „Befindlichkeiten“? Es geht bei dem Thema nicht um Befindlichkeiten, sondern um Einsichten. Es ist nicht eine Sehnsucht, die mächtiger wird, sondern es sind die Irrtümer der medialen und politischen Klasse, die immer offensichtlicher werden. Das generiert zunächst Einsichten und dann erst Befindlichkeiten.

Beispiel: Die Befindlichkeit „Wut“ ist das Resultat der Einsicht, von Regierung und regierungstreuen Medien systematisch hinters Licht geführt worden zu sein.

Schmid: „Seit geraumer Zeit nimmt in Deutschland die Zahl der Wortmeldungen merklich zu, an deren Anfang – ausdrücklich oder nur implizit – die Wendung prangt: „Man wird doch noch sagen dürfen.“ Wer so spricht, tut damit zweierlei. Er oder sie unterstellt erstens, dass es einen mächtigen Comment gibt, der unliebsame Meinungen ächtet, mehr noch: dass ein allgemeiner Gesinnungs- und Einschüchterungsdruck ausgeübt wird, der alles Mögliche ins Reich des Unsagbaren verbannt: konservative Haltungen, Zweifel am Segen des Kosmopolitismus, Anhänglichkeit an den Nationalstaat, dessen althergebrachte Souveränität und Grenzen, Abneigung gegen den Genderismus und nicht zuletzt den Wunsch nach einer möglichst restriktiven Einwanderungspolitik.“

Daß es einen mächtigen Comment gibt, der unliebsame Meinungen ächtet, mehr noch: einen  allgemeinen Gesinnungs- und Einschüchterungsdruck ausübt, ist keinesfalls eine Unterstellung, sondern eine klar zu belegende Feststellung. Die merkelnahe Bertelsmannstiftung und die SPD-nahe Amadeu Antonio Stiftung sitzen beispielsweise unverfroren an den Löschtasten bei Facebook. Dort gibt es über 30 Mio. deutscher Nutzer.

Allein schon die tausenden von FB-Screenshots dessen, was bei Facebook seit 1. Januar gelöscht worden ist, dem Tag, an dem das NetzDG vollumfänglich in kraft getreten ist,beweisen, daß in unserem Land zensiert wird wie seit Hitler und Honecker nicht mehr. Da werden Inhalte entfernt, die gegen kein einziges Gesetz verstossen; es werden Nutzer gesperrt, die weder gegen ein Gesetz noch gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook verstossen haben.

Mehr noch: Die Regierung selbst hat einen strafbaren Umgehungstatbestand zur Umschiffung des Zensurverbots nach Artikel 5 Grundgesetz geschaffen. Sie versteckt sich mit ihrer Zensur hinter den Unternehmerrechten des Herrn Zuckerberg auf Definition von „Gemeinschaftsstandards“, anstatt Facebook klipp und klar dazu zu verpflichten, seine Gemeinschaftsstandards grundgesetzkompatibel zu gestalten. Und das ist bei weitem noch nicht alles.

Bei als heikel eingestuften Themen schaltet nicht nur die „Welt“ die Kommentarfunktion für Leser einfach ab. AfD-Politiker werden bei Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen systematisch draußen gehalten. Im Bundestag gibt es einen Altparteienkonsens, Anträge der größten Oppositionspartei generell abzulehnen – und zwar unabhängig davon, worum es konkret geht. Bei Bürgerdemonstrationen werden inzwischen sogar staatliche Gegendemonstrationen organisiert (Kandel/Merkel muss weg). Es ist sogar schon der Eindruck entstanden, als wendeten Politiker amüsiert ihren Blick ab, wenn sie allzu offensichtlich wahrnehmen müssten, daß demonstrierende Bürger von ihren subventionierten Schlägertrupps (SAntifa) verdroschen werden.

Das sind Feststellungen, Schmid, keine Unterstellungen. Wer hier noch von Unterstellungen redet, der ist ein Sandmännchen, das seinen Lesern immer noch den Schlaf in die Augen streuen möchte.

Schmid unverdrossen: „Zweitens wird mit dieser Wendung …“ („Man wird doch wohl noch sagen dürfen“, Anm.d.Red.) „… unterstellt, dass großen Mut und Zivilcourage besitzt, wer sie gebraucht. Da geht ein Raunen durch den Raum. Beides verfängt jedoch nicht.

Beides verfängt sehr wohl. Niemand, der alles sagen darf, wird seiner Rede ein „Man wird doch wohl noch sagen dürfen“ vorausschicken. Es gibt bspw. kein Gesetz, das die Verwendung des Wortes „Neger“ verbietet. Fünf Buchstaben. Jedes andere Wort für einen schwarzen Menschen ist länger. Folgender Vorschlag, Schmid: Verwenden Sie das Wort „Neger“ in einem Ihrer Texte in der „Welt“ – und der Chefredakteur wird Ihnen ganz genau erklären, was Sie sagen dürfen und was nicht. Bestehen Sie jedoch dennoch darauf, es zu verwenden, so zeigen Sie Mut und Zivilcourage, zwei Eigenschaften, die auch dem arbeitslosen Redakteur gut zu Gesicht stehen. Nur zu! Schreiben Sie „Neger“. Sie hätten sich nichts vorzuwerfen. Es kommt vom lateinischen „nigrum“, heißt übersetzt „schwarz“ und beschreibt einen schwarzen Menschen absolut zutreffend. Wie bitte? Sie schreiben es nicht, obwohl Sie alles sagen dürfen? Wie´s wohl kommt?

Schmid: „Nehmen wir etwa die “Gemeinsame Erklärung 2018“ vom 15. März dieses Jahres, in der gesagt wird, die illegale Masseneinwanderung beschädige Deutschland und man wünsche sich, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“

Das ist ein schlecht gewähltes Beispiel, weil es sich auf die Forderung nach Wiederherstellung der rechtsstaatlichen Ordnung an den Grenzen beschränkt. Es geht um viel mehr. Um die Wiederherstellung der rechtsstaatlichen Ordnung insgesamt. Die ist nämlich nicht nur an den Grenzen zerbröselt, sondern überall im Land. Es gibt No-Go-Bereiche in bald jeder großen Stadt. Es gibt Straftaten, deren Aufklärung nicht einmal mehr versucht wird. Es gibt haarsträubende Gerichtsurteile im Zusammenhang von Migration & Islam, sowie eine Zunahme der sog. Beweislastumkehr vor Gericht. Die Rechtsstaatlichkeit insgesamt ist in einem bedenklichen Zustand. Das ist übrigens ebenfalls eine Feststellung und keine Unterstellung, geschweige denn eine Befindlichkeit.

Schmid: „Schaut man sich die Liste der 32 Erstunterzeichner an, stellt man fest, dass vorsichtig gerechnet mindestens ein Drittel von ihnen bekannte, vielerorts publizierende Autoren, Schriftsteller oder Chefredakteure sind. Sie können problemlos immer sagen, was sie wollen.

Fragen Sie am besten den Bestsellerautoren Akif Pirincci danach, was ein Gericht zu seinem Irrtum bemerkte, er könne problemlos immer sagen, was er will. Problemlos kann er das nämlich auf gar keinen Fall. Mehr noch: Sogar seine gänzlich unpolitischen, vormals vom Feuilleton hochgelobten Felidae-Geschichten, werden vom Buchhandel boykottiert, um ihn wirtschaftlich zu treffen.

Schmid: „Denn es stellt sich schon die Frage, warum diese zu einem beträchtlichen Teil intelligenten Menschen zu einer solchen Position gekommen sind.

Einfache Antwort, Schmid: Weil sie intelligent sind.

Schmid: „Treffen sie einen Punkt? Ja. Es gibt zum Beispiel eine linksliberale Dummheit, über die man sich umso mehr ärgern muss, als sie im Gewande einer unerschütterlichen Menschenfreundlichkeit und Fernstenliebe daherkommt.

Sich über die Dummheit als solche zu ärgern, ist völlig sinnlos. Davon geht sie nicht weg. Der Ärger hat einen anderen Grund: Die totalitären Maßnahmen, derer sich die Linksliberalen bedienen (NetzDG z.B.), um ihre Dummheiten per ordre de mufti gegen jeden intelligenten Einspruch durchzusetzen. Einzig und allein dafür müssen sie – ich berufe mich hier, bätschi, auf eine von ihnen, Andrea Nahles – „in die Fresse kriegen“.

Schmid: „Es ist in der Tat ein unseliges Erbe der alten Zweiteilung der politischen Landschaft in rechts und links, dass man mit ihr noch immer Konflikte ideologisch aufladen und zu Grundsatzauseinandersetzungen aufblasen kann.

Da spielen wir nicht mit. Erstens gibt es diese Zweiteilung. Sie ist beileibe kein Erbe. Seit Jahrzehnten ärgerlich ist allerdings, daß diese Zweiteilung zwar eine zwischen rechts und links ist, aber verstanden wird als eine zwischen rotlinks und braunlinks. Deswegen müssen sich Rechte heute noch von Rotlinken das Etikett „braunlinks“ auf die Stirn kleben lassen: Damit die Rotlinken nicht argumentieren müssen, weil man mit Nazis bekanntlich nicht redet.

Der Gegensatz zwischen rechts und links existiert aber nach wie vor. Die Linken sind die, die ständig ausnahmslos alles verbessern und ändern wollen in ihrem Wahn vom zu schaffenden Paradies auf Erden. Die wahrhaft Rechten sind hingegen diejenigen, die bewahren wollen, was immer gilt. Und das ist in der Tat eine Grundauseinandersetzung, die stattfinden muß. Es gibt nämlich Grundsätzliches. Wäre es anders, gäbe es den Begriff nicht.

Schmid: „Über die Sinnhaftigkeit der Sätze, der Islam gehöre beziehungsweise gehöre nicht zu Deutschland, wurde inzwischen viel Zutreffendes gesagt. Das hat aber nichts daran geändert, dass in der großen Öffentlichkeit Angela Merkel weithin zugestimmt wird – während man vielerorts Horst Seehofer in die unmittelbare Nähe von Rassisten rückt. Es sollte eigentlich auf der Hand liegen, dass man unter Demokraten so nicht streiten darf. Andere Meinungen dürfen nicht in Acht und Bann gelegt werden.“

Erstens habe ich starke Zweifel daran, daß Deutsche Demokraten sind. Zweitens habe ich starke Zweifel am Wert von Meinungen. Gerade gestern wurde eine Umfrage veröffentlicht, der zufolge 42 Prozent der Deutschen nicht einen einzigen Minister der gegenwärtigen GroKo namentlich nennen, resp. dem Ministerium zuordnen können, in das er gehört. Meinereiner fragt sich da selbstredend, was die Meinung solcher Demokraten wert sein soll. Natürlich sollte man deswegen Meinungen nicht in Acht und Bann legen. Der allgemeinen Volksbelustigung zum Fraß vorwerfen sollte man sie allerdings schon. Die Äußerungen einer Frau Göring-Eckardt z.B. kann man unmöglich als „gleichberechtigte Meinung“ neben der eigenen stehen lassen, so man noch einen Funken Selbstachtung im Leibe hat. Man muß klar benennen, worum es sich bei Frau Göring-Eckardts Einlassungen handelt: Meistens um Schwachsinn.

Schmid: „Die Linke sah sich stets als die Partei des Fortschritts, des Weges in eine bessere, gerechtere, freiere Gesellschaft, also als die Partei des Guten.

Stimmt. So wahnsinnig sind die tatsächlich. Die glauben allen Ernstes, daß sich „gerecht“ und „frei“ abstufen bzw. steigern lassen. Willy Brandt wollte sogar „mehr Demokratie wagen“ und hat damit zugegeben, daß er Demokratie erstens für ein Wagnis hält – und zweitens auch noch glaubt, man könne mehr oder weniger davon haben. Daß Sie, Herr Schmid, sich dieses Irrglaubens kritiklos bedienen, um zu verdeutlichen, was die Linken eigentlich alles so an Gutem wollten, ist keinesfalls eines Ihrer Ruhmesblätter.

Schmid: „Wer ihr entschieden widersprach, kam schnell in den Ruf, im Dienste finsterer Mächte zu stehen. Was er zu sagen hatte, war daher keine Auseinandersetzung wert. Es gab in der Vorstellungswelt eine prästabilierte linke Allüberlegenheit – so fiktiv sie real oft auch war. Davon hat sich das fortschrittliche Lager (und es ist ein Lager) bis heute nicht ganz befreit. Und sich damit selbst daran gehindert, in der Wirklichkeit anzukommen.

Ganz genau. Deswegen sind sie auch „überflüssiger“ als jede ägyptische Heuschreckenplage. („Überflüssig“ ist ebenfalls nicht zu steigern.) „Nicht ganz befreit“ ist übrigens nett formuliert. Die sind von jeder diesbezüglichen Befreiung Lichtjahre entfernt.

Schmid: „Der Linken ist es 2015, 2016 und 2017 nicht gelungen, im Diskurs über Flüchtlinge zu beweisen, dass sie Chancen und Risiken abzuwägen weiß und imstande ist, sich ergebnisoffen in Debatten zu begeben. Das Erbe von „1968“ steht heute nicht nur, aber doch in beträchtlichem Ausmaß für Überheblichkeit, Besserwisserei und die mangelnde Bereitschaft, sich auf eine komplizierte Wirklichkeit einzulassen. Es gibt gute Gründe, sich darüber zu ärgern oder zu empören.

Das ist richtig, hat aber noch einen sehr viel gewichtigeren Grund. Das „ubiquitäre Linkentum“ ist institutionalisiert. Es macht auch riesige Geschäfte. Daß es weiterhin die Diskurshoheit behält; davon hängen jeden Tag viele hungrige Mäuler ab. Nehmen Sie den ganzen Umwelthype mit seinen Windrädern, den Solarstromfeldern usw.usf.. Da hängen Firmen, Umsätze und Arbeitsplätze dran. Und so, wie ich meine Pappenheimer kenne, hängt wahrscheinlich auch eine Menge an hohen Provisionen mit drin, vulgo „Schmiergelder“.

Kurz gesagt: Die bessere Einsicht alleine hülfe den Linken keineswegs aus dem Schlamassel. Aber ein interessantes Gedankenspiel ist das: Wieviel des linken Wahnsinns müsste korrigiert werden – und wieviel Korrektur könnten Linke wegstecken, ohne daß sie hinterher dastehen wie der dumme August aus der Vergangenheit? Und welche Zukunft hätten sie noch, wenn sie so dastehen würden? Sie sehen, Herr Schmid, der Reformierbarkeit des ubiquitären Linkentums aus sich selbst heraus sind doch ziemlich enge Grenzen gesetzt.

Ob es einem gefällt oder nicht: Die Lösung des Problems wird wohl von außen kommen müssen. Das heißt, man wird mit Linken nicht um Inhalte streiten, was sich ja schon in der Vergangenheit als fruchtlos erwiesen hat, sondern um die Macht. Linke müssen sich nicht ändern, sondern sie müssen entmachtet werden.

Daß ihr politischer Gegner das erkannt hat, wissen die Linken. Wegen nichts werden sie nicht jeden Tag immer noch hysterischer und repressiver. Sie wissen, daß sie argumentativ keinen Blumentopf mehr zu gewinnen haben und daß es um die Macht geht.

Schmid: „Man muss deswegen aber nicht zu dem Schluss kommen, wir lebten in einer Gesinnungsdiktatur.

Doch, das muß man, so man sich nicht selbst in die Tasche lügen will.

Schmid: „Das ist so unterkomplex wie falsch.

Nein, ist es nicht.

Schmid: „Warum aber richten sich die neuen und alten Freunde der Nation, der Volksgemeinschaft, der Grenzschließung so gemütlich in dieser selbst erfundenen und prächtig ausgestatteten Opferecke ein? Warum werden sie zu einer One-Point-Group, die immer nur „Flüchtlinge, Grenzen, Nation, Souveränität“ ruft und alle anderen Probleme dieser wahrlich problemreichen Wirklichkeit konsequent ausblendet? Warum versimpeln sie sich so? Warum geben sie sich so lustvoll einer defensiven, aber verdruckst aggressiven Weinerlichkeit hin?“

Weil Problem nicht gleich Problem ist, Herr Schmid. Grenzen, Nation und Souveränität, resp. deren Mißachtung, verursachen eine Menge der anderen Probleme dieser problemreichen Wirklichkeit. Es gibt den Begriff des „Kardinalproblems“. So lange das nicht gelöst ist, gibt es keine Lösung für die daraus resultierenden „Unterprobleme“. Mit Versimplung hat das nichts zu tun, sondern mit Logik. Wenn Sie ein Auto mit einem matten Lack haben, das nicht das tut, was es soll, – nämlich zu fahren -, wird nichts besser für Sie, wenn Sie anfangen, Poliermittel aufzutragen. First things first, wie der Engländer sagt. Ist das Kardinalproblem gelöst, ergeben sich auch Lösungen für die Unterprobleme.

Das mit der verdruckst-aggressiven Weinerlichkeit ist übrigens ein sehr subjektiver Eindruck Ihrerseits. Meinereiner würde die solche eher bei denen konstatieren, denen trotz aller Repression die Felle davonschwimmen. Das sind übrigens zugleich auch die größten Versimplifizierer aller Zeiten. Oder wie würden Sie Leute bezeichnen, die von Bayern, Thüringern, Nigerianern, Chinesen und Sachsen in einem fort nur noch als von „die Menschen“ reden? Was anderes als ein riesiger Simpel wäre jemand, der pauschal alle, die seinem unsubstantiierten Egalitaristengequatsche nicht folgen wollen, als „Nazis“ bezeichnet? Ich behaupte: Die am simpelsten gestrickten Einfaltspinsel auf Gottes schönem Erdenrund sind Linke.

Thomas Schmid rekapituliert dann sehr ausführlich die Veränderung der kollektiven Mentalität seit den Fünfziger Jahren und kommt zu dem Schluß, daß neben viel Veränderung eben auch viel Altes erhalten geblieben ist; daß man sich dessen aber erst jetzt bewußt werde. Dagegen gibt es nichts einzuwenden.

Schmid: „Plötzlich will man nichts mehr davon wissen, dass das Wort “Volk“ in Deutschland nun einmal beschädigt ist und man deswegen sparsam mit ihm umgehen sollte.

Das würden die – soll ich? – „Neger“ in Afrika so machen. Wenn der Entwicklungshilfe-Traktor beschädigt ist, verwenden sie ihn sparsam. Deutsche machen das anders. Wenn der Traktor beschädigt ist, dann reparieren sie ihn. Genau so ist es mit dem Wort „Volk“. Das „Nazivolk“ ist allmählich komplett ausgestorben und das nachgewachsene Volk wäre gerne genauso intakt wie beispielsweise das ungarische oder das polnische. Das ist das ganze Geheimnis. Zur Reparatur des Wortes „Volk“ gehört, daß man es häufig verwendet, damit das Volk wieder Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Wortes gewinnt. Ein frisch repariertes Volkswort ist etwas sehr Erbauliches, Herr Schmid.

Das Beste: Mit unberechtigtem Nationalchauvinismus hat das rein gar nichts zu tun. Und mit dem berechtigten nicht viel. Meinereiner legt keinen gesteigerten Wert darauf, Weltmeister zu sein. Das gilt auch für den Titel „Schuldbewußtseinsweltmeister“.

Sehr verdrießlich jedenfalls: Zum Ende hin wird Thomas Schmid von der „Welt“ dann doch noch richtig gehässig.

Schmid: „Es besteht aber kein Grund, sich vor der neuen Heimatfront zu fürchten. Denn sie hat ja nichts zu bieten, was in die Zeit passen würde.“

Man ahnt, daß kurz vor dieser Textstelle unangekündigt Friede und Angela die Schmidsche Schreibstube betreten haben, um gestreng einen prüfenden Blick auf das Elaborat des spontangeschockten Schriftkünstlers zu werfen.

Schmid: „Schon der flüchtigste Blick auf die Geschichte der internationalen Beziehungen der vergangenen 70 Jahre zeigt, dass ein Staat kein guter sein kann, der nicht auch Verantwortung über seine Grenzen hinaus akzeptiert.“

Schämt euch, ihr Schweizer! Ihr seid gar kein guter Staat! Fragt Thomas Schmid. Der sagt´s euch.

Schmid: „Und schon der flüchtigste Blick auf die Migrationsgeschichte vom 18. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart lässt erkennen, dass es nicht um das Ob, sondern nur um das Wie von Einwanderung gehen kann und diese Frage heute vermutlich drängender ist als je zuvor.“

Geht´s noch, Schriftkünstler? Wenn man sich nach „Ob“ für „Ja“ entschieden hat, dann ist die nächste Frage nicht „Wie“, sondern „Wer“. Meinereiner hätte kein größeres Problem damit, den verfolgten Christen dieser Welt Schutz in seiner Heimat zu gewähren. Oder „Boat People“ aus Vietnam, 1978: Super gelaufen.

Aber Moslems zu Hunderttausenden ins Land zu holen, das ist dermaßen hirnverbrannt, daß eigentlich nur eine heimliche Todessehnsucht der Gutmenschen dahinter stecken kann. Das ist – und man kann es wirklich nicht anders sagen – suizidal! In den Geschichtsbüchern wird über Deutschland dereinst ein Kapitel mit der folgenden Überschrift zu finden sein: Vom Nationalsozialismus zum Nationalsuizidismus.

Schmid: „Zu all dem kommt von der neuen Heimatfront buchstäblich nichts.“

Schon länger keine Bundestagsdebatten mehr gesehen, wie? Da habe ich einen Tipp: Dr. Gottfried Curio. Von dem kommt viel. Oder Martin Sellner: Einfach mal ganz genau zuhören. Ein brillanter junger Mann!

Schmid: Ihre Anhänger helfen dem Konservatismus nicht wieder auf die Beine. Sie entkernen ihn, sie machen ihn zu einer Karikatur. Und zerstören ihn damit.

Krokodilstränen, Schmid. Sie wissen genau, wer die Feinde des Konservatismus sind. Und ehrlich gesagt: Auf Sie als Fürsprecher kann jeder Konservative bestens verzichten.

Leute wie Sie, Schmid, sind mittlerweile die Reaktionäre, die Ewiggestrigen, weil Sie von Ihrer Doktrin der Globalisierung und der offenen Grenzen nicht mehr abrücken können, also zu keiner geistigen- und auch sonst zu keiner Entwicklung mehr fähig sind. Sie sind erstarrt, zu Stein geworden, beweglich wie ein verschrotteter Tanker.

2 Kommentare zu Verdrängtes Vaterland: Netter Versuch in der „Welt“

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