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US-Journalisten dementieren Berichte über Chemiewaffen-Angriff in syrischem Duma

Journalisten des US-Kabel-Nachrichtensenders „One America News Network“ (OAN) haben die syrische Stadt Duma besucht und keine Hinweise auf eine chemische Attacke entdeckt. Dies geht aus einem Video hervor, das auf der Webseite des Nachrichtensenders und seinem YouTube-Kanal veröffentlicht worden ist.

In seiner Reportage schilderte der OAN-Korrespondent Pearson Sharp, wie er mit Dutzenden Ortsbewohnern gesprochen und das „Epizentrum der chemischen Attacke“ besucht hätte, über die lokale Aktivisten berichtet hatten. „Keiner von den Menschen, mit denen wir uns unterhalten haben, hat etwas von diesem Vorfall gehört oder gesehen“, sagte er.

Zudem gab er die Erzählung eines Arztes, der an dem Tag der angeblichen Attacke Dienst gehabt hatte, wieder. Dem Arzt zufolge stürmte am 7. April 2018 „ein Haufen von Unbekannten“ in den Raum und schrie, es habe einen Chemiewaffen-Angriff gegeben. „Sie brachten angebliche Opfer und begannen, sie mit Wasser zu bespritzen“. Dabei sollen die Unbekannten alles mit Videokameras gefilmt haben. Als sie mit ihrer Aktion fertig gewesen seien, „packten sie ihre Sachen und weg waren sie.“

Dabei sollen die „Opfer des Chemiewaffen-Angriffs“ nach Angaben der Ärzte ganz normal ausgesehen haben. Es habe keine Hinweise darauf gegeben, dass sie einer Giftgasattacke ausgesetzt worden seien.

Mehr zum Thema:  „Großbritannien in C-Waffen-Provokation involviert“ — Moskau schiebt Beweise nach

Zuvor hatte der russische Außenminister, Sergej Lawrow, gesagt, es gebe Hinweise darauf, dass die angebliche Giftgasattacke im syrischen Duma eine Inszenierung der Geheimdienste eines Staates sei, der „zurzeit danach strebt, an vorderster Front der russophoben Kampagne zu sein“.

Der russische Vertreter bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Alexander Schulgin, hatte am Montag gesagt, Moskau habe unwiderlegbare Beweise dafür, dass es keinen Chemiewaffenangriff am 7. April im syrischen Duma gegeben habe und die vermeintliche Giftgasattacke eine geplante Provokation der britischen Geheimdienste gewesen sei.

Am Samstagmorgen hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Raketenangriffe auf syrische Regierungsobjekte unternommen, die angeblich für die Herstellung von C-Waffen genutzt werden. Von 2:42 Uhr bis 4:10 Uhr MESZ hatten die drei Staaten mehr als 100 Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen gegen Syrien eingesetzt. Die meisten davon haben die syrischen Luftabwehrkräfte abgefangen.

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