Aktuell

Der BND und seine Nowitschok-Operation

Symbolfoto: Durch Nadya Kubik/Shutterstock

Wie die Mainstream-Medien wieder einmal ablenken wollen

Kolumne von Will Cook

Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 17. 03. 2018 unter der Überschrift „BND beschaffte Nervengift „Nowitschok“ in den 90er Jahren“ durch Georg Mascolo und Holger Stark über eine Operation des deutschen Nachrichtendienstes BND u.a. wie folgt:

  • Bei einer Geheimoperation gelangte der BND Mitte der 90er Jahre durch einen Überläufer aus Russland an „Nowitschok“.
  • Ein Agent des Dienstes beschaffte eine Probe des Stoffs, auch die Bundeswehr war in den Vorgang eingeschaltet.
  • „Nowitschok“ gilt als eine der tödlichsten je entwickelten C-Waffen und wurde im März gegen den russischen Doppelspion Sergej Skripal und seine Tochter eingesetzt.

Die Erkenntnisse über eine einst in der Sowjetunion entwickelte Klasse von Kampfstoffen namens „Nowitschok“ gehen maßgeblich auf eine bis heute geheim gehaltene Operation des BND zurück. …“

Die sich damit zwangsläufig stellende Frage, warum eine Geheimoperation des BND, der selbstverständlich seine Operationen nur im Geheimen ausführt, sonst wäre er ja auch kein Geheimdienst, urplötzlich nach mehr als zwanzig Jahren wieder aktuell wird, ergibt sich offensichtlich aus dem dritten Unterpunkt.

Nowitschok als „eine der tödlichsten je entwickelten C-Waffen wurde im März gegen den Doppelspion Sergej Skripal und seine Tochter eingesetzt“. Damit wird die Beschaffung einer Probe des Kampfstoffes und sein Einsatz gegen zwei Menschen in unmittelbaren Zusammenhang gerückt.

Wieder einmal ist für diese Berichterstattung bezeichnend, was außen vor bleibt und was mit der Mitteilung offenbar erreicht werden soll. Eine Absicht, die neben der Formulierung durch das ausgewählte Bild zusätzlich verstärkt wird.

Dem unbefangenen Leser wird unterschwellig suggeriert, dass es eine Verbindung zwischen der BND-Operation und dem Anschlag in Salisbury geben könnte. Das ist die Absicht und hat auch Methode.

Der BND habe eine Probe des hochgefährlichen Kampfstoffes beschafft, „was maßgeblich zu den Erkenntnissen über diesen Kampfstoff geführt habe“, deren Endverbleib nach der Untersuchung in Schweden jedoch unbekannt ist.

„Was aus der Probe wurde, ist unklar, die schwedische Regierung erklärte auf Anfrage, sie könne den Vorgang in der Kürze der Zeit nicht aufklären.“

Das muss man erst einmal verdauen. Sehr wahrscheinlich ist auch der deutschen Seite nicht bekannt, wo das geheim beschaffte Nowitschok denn nun abgeblieben ist, obwohl es doch so gefährlich und so wichtig ist.

„Nowitschok“ gilt als eine der tödlichsten je entwickelten C-Waffen, ihr Einsatz gegen den russischen Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter im März dieses Jahres im englischen Salisbury führte zu einer diplomatischen Krise zwischen Moskau und dem Westen. …

Mit dieser Aussage wollen die Verfasser den Leser offenbar noch einmal mit aller Kraft in die „richtige“ Richtung lenken. Natürlich, wenn die Probe weg ist und ein Anschlag mit exakt diesem Gift stattgefunden hat, könnte, nein müsste man doch davon ausgehen, dass es sich um ein und dasselbe Material handelt. Zumindest handeln könnte, wenn man alle anderen Besitzer von Nowitschok unerwähnt lässt.

Man muss es ja auch nicht explizit behaupten, die Andeutung sollte reichen. Vor allem, wenn man weglässt, dass sich die westlichen Nachrichtendienste bei der Vernichtung der sowjetischen C-Waffenbestände in den 90er Jahre nach Kräften selbst bedient haben.

1999 wurden alle bzw. fast alle Vorräte von Militärspezialisten aus dem Ingenieur-Korps der US-Armee vernichtet. Ich denke, dass sie einen Teil mitgenommen haben.“ (Militärexperte Igor Nikulin, ehemaliges Mitglied der UN-Kommission für chemische und biologische Waffen).

Auch Großbritannien ist bei der Verteilung offensichtlich nicht zu kurz gekommen, dafür dürfte der große Bruder in Washington, der die Oberaufsicht bei der Überprüfung der Vernichtung der sowjetischen Bestände hatte, schon gesorgt haben.

Aber alle diese Zusammenhänge werden beiseitegeschoben und bleiben unerwähnt.

Die eigentliche Absicht des Berichts ist überdeutlich. Und sie verstimmt. Es soll abgelenkt werden. Wovon?

Davon vielleicht, dass nach einem Bericht des US-amerikanischen BLOGS Veterans Today (VT) im vergangenen Monat in Syrien ein Vorrat von chemischen Waffen in Ost-Ghouta aus westlicher Produktion entdeckt worden ist, siehe Bericht von JouWatch.

Woraus man schließen könnte, dass die behaupteten Chemiewaffenangriffe in Wahrheit von den USA und ihren Verbündeten nur inszeniert worden sind, um einen Vorwand für ein militärisches Vorgehen gegen Syrien zu liefern.

Könnte es daher nicht auch so sein, dass die Regierung in London selbst hinter dem Anschlag auf den Exilrussen Skripal und seine Tochter Julia steckt, wenn sie über den Kampfstoff Nowitschok verfügt?

Alles gefährliche Fragestellungen und damit Grund genug, die Aufmerksamkeit auf einen Nebenkriegsschauplatz zu lenken. Die Deutschen bieten sich für so etwas gern an. Sie und ihre verloren gegangene Nowitschok-Probe werden somit absichtsvoll in den Fokus gerückt, selbst wenn es sich um eine uralte Geschichte handelt.

Aber daraus müsste sich doch immer noch etwas machen lassen, müssen sich die Verfasser gedacht haben, als sie in ihrem Bemühen, von den wahren transatlantischen Übeltätern abzulenken, auf diese abgegriffene Begebenheit zurückgegriffen haben.

Und tatsächlich, ihre Taktik hat Erfolg. Die Medien überschlagen sich in ihrer Berichterstattung über die neue Option und die deutsche Politik in Gestalt des stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion, André Hahn, sieht sogar eine Möglichkeit zur Entlastung des Hauptverdächtigen Russland.

Gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ erklärte er: „Die Aussage der Bundesregierung, es gebe keine andere nachvollziehbare Erklärung, ist vom Tisch. Jetzt gibt es zumindest eine andere ebenfalls plausible Option.

Na dann ist ja alles gut. Nur Russland und der BND kommen für den Anschlag in Salisbury in Betracht, niemand stellt weitere Fragen und der hauptverdächtige Dritte kann sich freuen:

„Ach wie gut, dass keiner weiß …“

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